Savognin und seine Schafe

Von Michael Ulmann
Schafe und Menschen soweit das Auge reicht - das ist die traditionelle Schafschur in Savognin.
Schafe und Menschen soweit das Auge reicht - das ist die traditionelle Schafschur in Savognin. © FM1Today/Kevin Suter
Es ist jedes Jahr ein Highlight in Savognin im Kanton Graubünden: Die Schafschur. Gestern Samstag fand der Traditionsanlass wieder statt. Dabei wurde geblökt und geschert was das Zeug hielt.

Über 300 Schafe von der Alp Flix mussten ihr schönes, dickes Wollenkleid lassen. Bei der traditionellen Schafschur wird der Weg der Wolle vom Schaf bis zu den Textilien gezeigt. Auf dem Dorfplatz werden Schafe geschoren und an den Marktständen, wo regionale Produkte verkauft werden, kann man die Erzeugnisse bewundern, welche aus Schafwolle hergestellt werden.

Aufklärung betreiben

«Viele Leute aus den Städten wissen gar nicht, wie man ein Schaf schert. Nicht zuletzt deshalb ist dieser Anlass auch sinnvoll», sagt eine Stand-Verkäuferin. Die Schafe werden zwei Mal im Jahr geschert, im Frühling und im Herbst. Einerseits natürlich wegen der Wolle, die weiterverarbeitet werden kann, andererseits aus hygienischen Gründen.

Einmal scheren, immer scheren

Viele, die die Schafe scheren, sind schon seit mehreren Jahren dabei – ehrenamtlich natürlich. Nicht wenige von ihnen haben schon in ihrer Jugend den blökenden Tieren das Fell abgezogen.

Während der Schafschur ist in Savognin so ziemlich jede und jeder auf den Beinen. Bild: FM1Today/Kevin Suter

 

 


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