SCB findet nicht aus dem Tief

Viel Verkehr vor Goalie Merzlikins: Berns Simon Bodenmann beschäftigt Luganos Hintermannschaft
Viel Verkehr vor Goalie Merzlikins: Berns Simon Bodenmann beschäftigt Luganos Hintermannschaft © KEYSTONE/TI-PRESS/CARLO REGUZZI
Der Effekt des Trainerwechsels beim SC Bern ist bereits verpufft. Auch unter Lars Leuenberger kommen die Berner resultatmässig nicht auf Touren. In Lugano verlor der SCB trotz beherzter Leistung 2:4. Der neue Berner Coach ist nicht wirklich zu beneiden.

Leuenberger übernahm von Boucher eine völlig verunsicherte Mannschaft. Zudem beklagen die Berner erhebliches Verletzungspech. In Lugano standen Leuenberger zehn Spieler nicht zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorabend gegen Biel fehlte auch noch der Kanadier Derek Roy, so dass Leuenberger – trotz sieben gelösten Lizenzen – nur drei Ausländer zur Verfügung standen.

Kämpferisch war dem SCB auch im Tessin nichts vorzuwerfen. Doch spielerisch reichte es letztlich nicht, um ein formstarkes Lugano (nun neun Siege in den letzten zwölf Spielen) zu bedrängen. Zweimal glichen die Berner zwar einen Rückstand wieder aus, auf das 3:2 von Tony Martensson im Powerplay wussten die Berner dann aber keine Antwort mehr. Wohl auch weil Leuenberger seine besten Kräfte seit geraumer Zeit forcieren muss, fehlte dem SCB am Ende die Kraft. Der Strich rückt für sein Team wieder bedrohlich nah.

Lugano vermochte im Klassiker zwar ebenfalls nicht zu glänzen. Die solide Leistung reichte dem Team von Trainer Doug Shedden aber, um den siebten Sieg aus den letzten acht Heimspielen zu realisieren. Mit je zwei Assists zu glänzen vermochten Fredrik Pettersson und ausgerechnet Philippe Furrer, der bis zur letzten Saison für Bern gespielt hatte.

Lugano – Bern 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)

5618 Zuschauer. – SR Koch/Stricker, Huggenberger/Küng. – Tore: 6. (5:14) Reuille (Sannitz, Furrer) 1:0. 6. (5:38) Flurin Randegger (Alain Berger) 1:1. 17. Kostner 2:1. 32. Flurin Randegger 2:2. 43. Martensson (Pettersson, Furrer/Ausschluss Luca Hischier) 3:2. 60. (59:54) Bertaggia (Pettersson) 4:2 (ins leere Tor/Strafe angezeigt). – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Conacher.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa, Furrer; Kparghai, Ulmer; Hirschi, Sartori; Pettersson, Martensson, Klasen; Walker, Stapleton, Bertaggia; Kostner, Sannitz, Reuille; Fazzini, Dal Pian, Kienzle.

Bern: Schwendener; Flurin Randegger, Blum; Krueger, Kousa; Helbling, Gerber; Gian-Andrea Randegger, Dubois; Bodenmann, Plüss, Moser; Alain Berger, Luca Hischier, Reichert; Pascal Berger, Conacher, Bergenheim; Müller, Nico Hischier.

Bemerkungen: Lugano ohne Hofmann (gesperrt), Brunner, Vauclair, Romanenghi, Morini, Steinmann (alle verletzt) und Filppula (überzähliger Ausländer), Bern ohne Bührer, Roy, Ebbett, Kobasew, Smith, Kreis, Rüfenacht, Scherwey, Jobin und Untersander (alle verletzt). Pfostenschuss Pettersson (30.). Timeout Bern (58:10). Bern von 58:10 bis 59:54 ohne Torhüter.

(SI)


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