ZSC in der Overtime weiter

Reto Schäppi (Nummer 19) schiesst den ZSC in der Overtime in die Halbfinals
Reto Schäppi (Nummer 19) schiesst den ZSC in der Overtime in die Halbfinals © KEYSTONE/PPR/URS FLUEELER
Der Qualifikationszweite EV Zug scheitert bereits im Viertelfinal: Die ZSC Lions gewinnen in Zug dank eines Overtime-Tors von Reto Schäppi 3:2 und in der Serie 4:1.

Während draussen der Winter mit aller Macht zurückkehrte, ging die Saison für den EV Zug jäh zu Ende. Nach 9:58 Minuten der Verlängerung traf Reto Schäppi nach einem Pass von Marco Miranda genau in die Torecke.

Die ZSC Lions hätten die Halbfinalqualifikation bereits in der regulären Spielzeit perfekt machen können. Im (vermeintlichen) Schlussabschnitt verpassten Fabrice Herzog und Pius Suter zwei erstklassige Chancen auf das 3:1, stattdessen glich Nolan Diem gut fünf Minuten vor Schluss mit einem abgelenkten Schuss zum 2:2 aus. Unverdient war die temporäre Verlängerung der Saison für die Zuger nicht, die Overtime stellte die logische Konsequenz zweier ziemlich ebenbürtiger Teams dar.

Einen ersten Nackenschlag hatten die Zentralschweizer am Ende des Mitteldrittels wegstecken müssen. In der 40. Minute machten Chris Baltisberger in Überzahl und Herzog aus der 1:0-Führung der Zuger innerhalb von 20 Sekunden ein 1:2. Den Sieg vergab der Qualifikationszweite insbesondere im Powerplay. Dreimal hatten sie im Mitteldrittel die glänzende Chance, den Vorsprung auf ein etwas beruhigenderes 2:0 auszubauen. Mit einem Mann mehr agierten die Zuger aber zu statisch und behäbig. Und bei den Chancen, die sich ergaben, schossen sie zu unpräzis. Selbst in 42 Sekunden doppelter Überzahl resultierte nichts Zählbares.

Die Strafe, die stattdessen zum Zürcher Ausgleich führte, kam zudem auf sehr dumme Art zustande Ausgerechnet der Routinier Timo Helbling spielte den Puck unbedrängt über die Bande. Der Sieg der ZSC Lions war aber letztlich verdient.

Zug – ZSC Lions 2:3 (1:0, 0:2, 1:0, 0:1) n.V.

7200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Tscherrig, Borga/Stuber. – Tore: 17. Lammer (McIntyre) 1:0. 40. (39:19) Chris Baltisberger (Geering, Suter/Ausschluss Helbling) 1:1. 40. (39:39) Herzog (Kenins) 1:2. 55. Diem (Senteler) 2:2. 70. (69:58) Schäppi (Miranda) 2:3. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen ZSC. – PostFinance-Topskorer: McIntyre; Pettersson.

Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Geisser; Schlumpf, Leeger; Alatalo; Lammer, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Berni, Guerra; Seger; Pettersson, Shore, Korpikoski; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Wick, Suter, Kenins; Künzle, Prassl, Miranda.

Bemerkungen: Zug ohne Morant (verletzt) und Holden (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Marti (alle verletzt), Pelletier und Vey (überzählige Ausländer).

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen