Schaf anstatt einheimisches Wild

Bei einer Toggenburger Metzgerei soll Wild nicht richtig deklariert gewesen sein.
Bei einer Toggenburger Metzgerei soll Wild nicht richtig deklariert gewesen sein. © (Symbolbild, KEYSTONE/Martin Ruetschi)
Ein Toggenburger Metzger soll seinen Kunden anstatt einheimisches Wild Schaffleisch verkauft haben. Es läuft eine Strafuntersuchung.

Bei der Toggenburger Metzgerei Metzger scheint nicht alles Fleisch das zu sein, was es sollte: Bei Kontrollen sind Unregelmässigkeiten bei der Fleischdeklaration festgestellt worden. Schaffleisch soll als einheimisches Wildfleisch deklariert und verkauft worden sein. Schaffleisch ist deutlich günstiger als Wild.

Die Ermittler haben laut 20 Minuten in mehreren Filialen im Kanton St.Gallen sowie auf zwei Marktplätzen in Zürich kontrolliert. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft St.Gallen. “Aufgrund eines Konsumentenhinweises hat das kantonale Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (AVSV) bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet”, so Roman Dobler, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft führt nun eine eine Strafuntersuchung wegen Verdachts des mehrfachen Betruges, der mehrfachen Urkundenfälschung und Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Woher das Schaffleisch stammt, ist noch unklar. Bei der Metzgerei Metzger war laut 20min.ch wegen Ferienabwesenheit niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (red)

 


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