Scherwey: “Ich dachte, der Puck flog auf die Tribüne”

Tristan Scherwey (rechts) und Martin Plüss bejubeln Berns Siegtor in der Verlängerung
Tristan Scherwey (rechts) und Martin Plüss bejubeln Berns Siegtor in der Verlängerung © KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY
Wieder gelingt Tristan Scherwey für den SC Bern ein entscheidendes Tor in einer Verlängerung. Dabei dachte Scherwey zuerst, der Puck sei von der Latte auf die Tribüne geflogen.

“Ich hörte, dass ich die Latte getroffen hatte und dachte, der Puck sei vor dort sicher auf die Tribüne geflogen. Aber dann sah ich den Schiedsrichter, der Tor anzeigte”, beschrieb Tristan Scherwey die entscheidende Szene. Wie schon vor zwei Tagen in Bern, als Thomas Ruefenacht kurz vor Schluss der regulären Spielzeit zum 1:0 traf, entschied einer von Berns Vorkämpfern die Partie. Für Scherwey war es bereits das zweite Siegestor in einer Verlängerung. In der Halbfinalserie gegen Davos hatte er in Spiel 4 zum 3:2 für Bern getroffen.

Bern errang neun seiner zehn Playoff-Siege mit nur einem Tor Unterschied. Am Dienstag in Lugano setzten sich die Berner zum fünften Mal entweder in der Overtime (4) oder in einem Penaltyschiessen (1) durch.

Ist nun mit der Eroberung des Heimvorteils das schwierigste Stück auf dem Weg zum Titelgewinn zurückgelegt? Scherwey: “Das Break ist zwar geschafft, das Schwierigste kommt aber noch auf uns zu. In der Verlängerung haben wir Gas gegeben und das Glück erzwungen. Das müssen wir auch am Samstag im eigenen Stadion wieder so machen.”

Lugano verlor zum zweiten Mal hintereinander in der Schlussphase einen Final. Die Luganesi haderten erneut mit den Referees. Damien Brunner wartete kurz vor Schluss vergebens auf den Penaltypfiff, als ihm mit einem einhändigen Stockschlag solo vor dem Tor der Stock aus der Hand geschlagen wurde. Immerhin ist jetzt die Ausgangslage klar. Luganos Trainer Doug Shedden: “Wir müssen am Samstag nach Bern fahren und ein Auswärtsspiel gewinnen!”

(SDA)


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