Scherwey schiesst Bern zum dritten Sieg

Tristan Scherwey trifft zum 3:2
Tristan Scherwey trifft zum 3:2 © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Tristan Scherwey schiesst den SC Bern im vierten Spiel gegen Davos in der 80. Minute zum 3:2-Sieg nach Verlängerung und damit in der Serie 3:1 in Führung.

Die 17’000 Fans in der einmal mehr ausverkauften Berner Arena schienen sich schon mit einem Penaltyschiessen abgefunden zu haben, als der Davoser Verteidiger Beat Forster im dümmsten Moment das Gleichgewicht verlor, Scherwey dadurch alleine auf Leonardo Genoni loslaufen konnte und zum verdienten Sieg einschiessen konnte.

In der regulären Spielzeit hatte Davos zweimal einen Rückstand wettgemacht. In der Verlängerung war es aber der SCB, der dem Spiel den Stempel aufdrückte. In der 65. Minute scheiterte Simon Bodenmann noch mit einem Penalty am einmal mehr herausragenden (künftigen SCB-Keeper) Genoni, Scherwey liess sich die Gelegenheit dann nicht mehr nehmen. Es war bereits das vierte Mal in diesen Playoffs, dass Bern in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen siegte.

Wie in allen bisherigen Duellen hatten die Berner bereits den besseren Start erwischt. Zum vierten Mal erzielten sie das frühe, erste Tor (3.). Simon Bodenmann traf mit einem Direktschuss, nachdem der Davoser Marc Aeschlimann die Scheibe verloren hatte. Und wie bereits im ersten Heimspiel hätten sie nach dem Startdrittel höher als nur 2:1 führen müssen. Simon Moser mit einem Pfostenschuss (unmittelbar nach dem 1:0) und Derek Roy mit einem Lattenschuss (16.) bekundeten zudem Pech.

Später verzeichnete mit Alain Berger, der in der 18. Minute das 2:1 erzielt hatte, noch ein dritter Berner einen Schuss an die Torumrandung (49.). Nicht nur wegen dieser Pfosten- und Lattenschüssen erspielte sich der SCB ein klares Chancenplus. Im letzten Drittel hatten der Reihe nach Cory Conacher (44.), Tristan Scherwey (51.) und Martin Plüss (60.) den dritten Berner Treffer auf dem Stock.

Davos, das wieder auf den zuletzt gesperrten Beat Forster zählen konnte, blieb aber stets gefährlich. Der erste Sieg am Dienstag verlieh den Bündnern sichtlich Auftrieb. Mit ihren schnellen Vorstössen und öffnenden Pässen erzeugten sie immer wieder Gefahr. Im zweiten Drittel besassen sie gar Vorteile – dies jedoch primär, weil sie in Unterzahl bei zwei miserablen Berner Powerplays gleich zu drei hervorragenden Möglichkeiten kamen. Einmal waren sie dabei durch Lindgren erfolgreich.

Es war bereits der zweite Shorthander, den Bern in dieser Serie kassierte. Am Ende wirkte sich dieser Lapsus nicht aus. Den ersten Matchpuck zum Finaleinzug besitzt der SCB am Samstag in Davos.

Bern – Davos 3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 1:0) n.V. – 17’031 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Stricker, Bürgi/Wüst. – Tore: 3. Bodenmann (Ebbett, Untersander/Ausschlüsse Blum; Lindgren) 1:0. 8. Lindgren (Marc Wieser, Du Bois) 1:1. 18. Alain Berger (Gian-Andrea Randegger, Pascal Berger) 2:1. 30. Lindgren (Axelsson, Genoni/Ausschluss Aeschlimann!) 2:2. 80. (79:02) Scherwey 3:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Davos. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Lindgren.

Bern: Stepanek; Jobin, Untersander; Krueger, Blum; Helbling, Gerber; Flurin Randegger; Bodenmann, Ebbett, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Luca Hischier, Plüss, Scherwey; Alain Berger, Pascal Berger, Gian-Andrea Randegger; Reichert.

Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Jung; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Kindschi; Ambühl, Corvi, Jörg; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Aeschlimann, Dino Wieser; Simion, Walser, Paulsson.

Bemerkungen: Bern ohne Bergenheim, Bührer, Kobasew, Kousa (alle verletzt), Smith, Kreis, Ness, Müller und Wiedmer (alle überzählig), Davos ohne Sciaroni (verletzt), Picard, McGrath, Rampazzo, Kessler und Egli (alle überzählig). Pfosten/Latte: Moser (3.), Roy (16.), Alain Berger (49.). Genoni hält Penalty von Bodenmann (65.). Timeout Bern (77.).

(SDA)


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