Schiedsrichter prellen Norwegen gegen Schweden um Punkt

Norwegen sorgte im Finish für viel Verkehr vor dem schwedischen Goal und holte beinahe ohne Goalie noch ein 1:3 auf
Norwegen sorgte im Finish für viel Verkehr vor dem schwedischen Goal und holte beinahe ohne Goalie noch ein 1:3 auf © KEYSTONE/EPA/SERGEI ILNITSKY
Glück für die Schweiz! Ein Fehlentscheid der Referees bringt Norwegen gegen Schweden um einen Punktgewinn. Hätte Norwegen gegen Schweden gepunktet, wäre das für die Schweiz gar nicht gut gewesen.Trotz der 1:5-Niederlage gegen Russland bleibt die Schweiz in der Gruppe A auf dem 4. Platz.

Norwegen hätte die Schweizer mit einem Sieg gegen Schweden überholen können. Letztlich siegte Schweden aber 3:2. Bis 118 Sekunden vor Schluss führten die Schweden 3:1. Ohne Goalie Lars Haugen (32 Paraden) setzten die Norweger ihren Gegner im skandinavischen Duell aber noch arg unter Druck. Andreas Martinsen verkürzte 118 Sekunden vor Schluss auf 2:3. Und 41 Sekunden vor Schluss jubelten die Norweger nach einem Goal von Mats Trygg nochmals. Der Ausgleichstreffer zum 3:3 wurde aber nicht anerkannt.

Der ungarische Referee war fälschlicherweise der Meinung, Schwedens Keeper Jacob Markström hätte den Puck unter seinem Fanghandschuh begraben. Aber Johan Fransson, der schwedische Verteidiger von Genf-Servette, hatte mit dem Schlittschuh dafür gesorgt, dass Markström die Scheibe nicht blockieren konnte. Den Norwegern half alles Reklamieren und Hadern nichts. Die Schiedsrichter bemühten nicht einmal das Video.

Im Abendspiel gewannen die Letten gegen Kasachstan nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1. Den Siegtreffer für die Balten erzielte Maris Bicevskis in der 55. Minute. Nach dem Dreier der Letten ist klar, dass die Schweizer gegen Schweden (Sonntag) und Tschechien (Dienstag) noch mindestens einen Punkt (und realistischerweise wohl zwei Punkte) gewinnen müssen, um die angestrebten Viertelfinals zu erreichen. Zwei Zähler reichen mit Sicherheit, wenn Dänemark am Sonntag nach 60 Minuten gegen den noch ungeschlagenen Leader Tschechien verliert.

Die Kasachen, die bislang nur gegen die Schweiz (3:2 n.P.) gepunktet haben, können nach der Niederlage gegen Lettland den Abstieg nicht mehr verhindern. Es ist die fünfte Relegation aus der A-WM seit 2006.

In der zweiten Gruppe in St. Petersburg feierte Ungarn den ersten Sieg an einer A-WM seit 1939 (in Zürich). Der Aufsteiger bezwang Weissrussland dank zwei Unterzahl-Toren von Janos Vas mit 5:2. Holt Ungarn im letzten Spiel gegen Deutschland mindestens gleich viele Punkte wie Weissrussland gegen Frankreich, steigen die Weissrussen erstmals seit 2003 aus der höchsten Division ab. Zum Trainerstab von Ungarn gehört Diego Scandella, der auch bei Ambri-Piotta als Assistent tätig ist.

Derweil qualifizierten sich Titelverteidiger Kanada dank eines 5:0-Sieges gegen die Slowakei und Finnland mit einem 3:1-Erfolg über Frankreich für die Viertelfinals. Für die Nordamerikaner war es der 15. Sieg in Folge an Weltmeisterschaften; wie Finnland gaben sie an diesem Turnier noch keinen Punkt ab. Da die Slowaken zum dritten Mal in Serie verloren, ist Deutschland in der Gruppe B weiterhin Vierter.

Gruppe A in Moskau: Russland – Schweiz 5:1 (1:0, 1:0, 3:1). Kasachstan – Lettland 1:2 (1:0, 0:1, 0:1). Norwegen – Schweden 2:3 (0:0, 0:1, 2:2). – Rangliste: 1. Tschechien 5/14. 2. Russland 5/12. 3. Schweden 5/11. 4. Schweiz 5/7. 5. Dänemark 5/6. 6. Lettland 6/6. 7. Norwegen 5/5. 8. Kasachstan 6/2. – Tschechien und Russland in den Viertelfinals; Kasachstan abgestiegen.

Gruppe B in Sankt Petersburg: Kanada – Slowakei 5:0 (2:0, 2:0, 1:0). Finnland – Frankreich 3:1 (0:0, 3:0, 0:1). Weissrussland – Ungarn 2:5 (1:2, 1:2, 0:1) – Rangliste: 1. Kanada 5/15. 2. Finnland 5/15. 3. USA 5/9. 4. Deutschland 5/7. 5. Slowakei 5/6. 6. Frankreich 5/5. 7. Ungarn 6/3. 8. Weissrussland 6/3. – Kanada und Finnland in den Viertelfinals.

(SDA)


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