Prügelnder FCSG-Fan zeigt Reue

St.Galler Fan-Block: Meistens kreativ, manchmal auch etwas agressiv.
St.Galler Fan-Block: Meistens kreativ, manchmal auch etwas agressiv. © KEYSTONE/Steffen Schmidt
Dieser Polterabend ging unglücklich aus: Beim FCSG-Spiel gegen Lausanne am Samstag wurde ein polternder Bräutigam angegriffen, nachdem seine Gruppe Wunderkerzen angezündet hatte. Per SMS zeigt sich der Fan nun reumütig.

Funkelnde Wunderkerzen haben am Samstag im Fansektor im Kybunpark zu einer Schlägerei geführt: Ein künftiger Bräutigam wollte seinen Polterabend feiern. Seine Freunde hatten abgemacht, in der 40. Minute Wunderkerzli anzuzünden, wie Daniel aus Gossau gegenüber FM1Today schilderte.

Poltergruppe musste den Kybunpark verlassen

Doch das kam nicht gut an. Das dritte Tor von Lausanne fiel in der 42. Minute. Die Wunderkerzli brachten einige FCSG-Fans in Rage. «Einer der Fans schlug meinen Freund, der bald heiraten wird», sagt Leserporter Daniel. Erst als die Poltergruppe den Kybunpark verliess, beruhigte sich die Situation. An feiern war danach nicht mehr zu denken.

Brille ging kaputt

Beim Handgemenge ging die Brille des Bräutigams in die Brüche. Inzwischen hat sich der Schläger aus dem Fanblock mit einem SMS bei einem Kollegen des Bräutigams gemeldet, wie das Tagblatt schreibt. Er wolle die Kosten der Brille übernehmen und sich persönlich für seine Reaktion entschuldigen.

Clubleitung hat Videoaufnahmen vom Vorfall

Bei der Kantonspolizei ist zum Vorfall keine Anzeige eingegangen, entsprechend kann diese keine Angaben machen. Beim FC St.Gallen hingegen hat man durchaus Kenntnis von der Angelegenheit. Vom Vorfall gibt es Video- und Fotoaufnahmen, diese werden nun ausgewertet.

Hüppi: Gewalt ist inakzeptabel

«Gewalt im Stadion ist inakzeptabel» sagte Matthias Hüppi, Verwaltungsratspräsident auf Anfrage. Er räumt allerdings ein, dass der Moment, als der FCSG Tore kassierte für eine solche Wundekerzen-Aktion «heikel» war. Während des Konflikts in der Fankurve waren Fanarbeiter vor Ort um das Gespräch zu suchen, diese arbeiten den Vorfall nun intern aus, wie es auf Anfrage des Tagblatts hiess.

(agm)


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