“Schliessung wäre ein schlechtes Zeichen “

Von Angela Müller
Die Ferienwohnungen können noch gemietete weden, aber das Hotel, Restaurant und die Reception schliessen auf Ende der Wintersaison am 3. April.
Die Ferienwohnungen können noch gemietete weden, aber das Hotel, Restaurant und die Reception schliessen auf Ende der Wintersaison am 3. April. © © pd
Das Walensee Resort wird geschlossen. Die Bergbahnen Flumserberg legt die Geschäftsführung nieder. 20 Vollzeitstellen gehen verloren.

“Als Tourismusgemeinde sind wir auf eine gute Infrastruktur angewiesen. Würden Restaurant, Hotel und die Rezeption schliessen, wäre des ein schlechtes Zeichen”, sagt Roman Zogg, Gemeindepräsident von Quarten. Doch genau dies wird die Gemeinde wohl vorläufig hinnehmen müssen. “Die Walensee Resort AG hat entschieden, den Betrieb auf den 3. April einzustellen”, sagt Heinrich Michel, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Flums. Dies nachdem die Bergbahnen bekannt gegeben haben, die Geschäftsleitung abzugeben. Tragische Verlierer bei diesem Streit sind die Angestellten, der drei Betriebe: 20 Vollzeitstellen gehen verloren.

Streitereien unter den Stockwerkeigentümern

Die Flumserbergbahnen haben nur gerade nach acht Monaten Geschäftsleitung das  Handtuch verworfen.  “Die Bedinung, dass wir keine Altlasten übernehmen wurde nicht erfüllt”, sagt Michel. Dabei geht es um Uneinigkeiten und Streitereien der 131 vorwiegend aus der Niederlande stammenden Stockwerkeigentümern. ” Die Kostenverteilung ist das zentrales  Problem. “Wir sind nicht bereit, unsere Ressourcen dafür zu investieren”, sagt Michel.”

Suche nach einer Lösung

“Die Walensee Resort AG arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung”, sagt der St.Galler Anwalt Hubert Brühlmann, der den WRSG-Verwaltungsrat vertritt. Doch zumindest während der Sommersaison, dürften die Anlage geschlossen bleiben. Vermietet werden ein Teil der Wohnungen trotzdem noch. Allerdings über eine privat gegründete Firma. “Diese kann nun aber nicht mehr einfach die Rezeption des Resorts benutzen”, sagt Michel.

Finanziell  dürfte die Schliessung der Infrastrukturanlage des Resorts für die Gemeinde Quarten zu Buche schlagen. “Der Wegfall eines Restaurants und Hotels schmälert unsere Attraktivität für Touristen”, sagt Zogg.


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