Schon wieder eine Post im Thurgau überfallen

Die Poststelle in Islikon.
Die Poststelle in Islikon. © Photo: Thurgauer Zeitung/Stefan Hilzinger
In Islikon ist am Mittwochmittag die Poststelle überfallen worden. Damit setzte sich in der Ostschweiz eine Serie fort: Es ist der vierte Raubüberfall auf Postfilialen seit dem 10. November. Erst am Montag ist die Post in Freidorf überfallen worden.

Der Täter habe kurz vor 11.45 Uhr die Post an der Hauptstrasse betreten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Er trug eine Sturmhaube, bedrohte die allein anwesende Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld, das er in einem weissen Plastiksack mitnahm.

Zusammenhang wird abgeklärt

Der Mann flüchtete zu Fuss. Vor der Post war er einer Frau begegnet. “Eine mögliche Zeugin”, erklärte Polizeisprecher Matthias Graf. Ob es einen Zusammenhang mit anderen Postüberfällen der letzten Wochen gebe, werde nun abgeklärt. “Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren”, versicherte Graf.

Am 10. November war die Poststelle Bruggen in der Stadt St. Gallen von einem Mann mit einer Faustfeuerwaffe überfallen worden. Er flüchtete zu Fuss in Richtung Fürstenlandbrücke.

Am 3. Dezember war die Reihe an der Postfiliale Langgasse, ebenfalls in St. Gallen. Das Bargeld – rund 3000 Franken – nahm der Täter in einem schwarzem Turnbeutel mit.

Am 7. Dezember tauchte in der Post der zu Roggwil TG gehörenden Ortschaft Freidorf ein Mann auf, der eine Sturmhaube trug und eine Faustfeuerwaffe zückte. Die sofort eingeleitete Fahndung verlief bisher ergebnislos.

Seit Jahren nicht mehr vorgekommen

Am Dienstag hatte Hanspeter Krüsi, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärt, man gehe davon aus, dass für die beiden Postüberfälle in der Stadt St. Gallen der gleiche Täter verantwortlich sei. Mit den Thurgauer Kollegen werde nun untersucht, ob der Überfall in Freidorf auf das gleiche Konto gehe.

Eine solche Häufung von Überfällen auf Postfilialen sei in den letzten Jahren nicht registriert worden, sagte Krüsi.

(SDA)


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