Schütze in Moschee war nicht islamfeindlich

Der 24-Jährige, der im Dezember 2016 in einer Moschee in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs um sich geschossen hatte, war gemäss Staatsanwaltschaft ein Einzeltäter und hatte keine islamfeindliche Absicht. Sie hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. (Archivbild)
Der 24-Jährige, der im Dezember 2016 in einer Moschee in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs um sich geschossen hatte, war gemäss Staatsanwaltschaft ein Einzeltäter und hatte keine islamfeindliche Absicht. Sie hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. (Archivbild) © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Der 24-Jährige, der am 19. Dezember 2016 in einer Zürcher Moschee um sich geschossen und zuvor einen Bekannten auf einem Spielplatz erstochen hatte, hatte keine islamfeindliche Absicht. Auch handelte es sich um eine Einzeltat.

«Es fanden sich keine Hinweise auf Mittäter oder Auftraggeber», teilte die Zürcher Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Nicht bestätigt hätte sich zudem eine islamfeindliche Absicht hinter seinen Taten.

Bezüglich einem möglichen Motiv hätten die Abklärungen der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft IV ergeben, dass der Beschuldigte persönliche Probleme hatte, ein Einzelgänger war und sich intensiv mit Satanismus und Okkultismus befasst hatte.

Der 24-jährige Schweizer mit Wurzeln in Ghana hatte sich kurz nach der Schiesserei im Somalisch Islamischen Zentrum in Zürich – bei der drei Personen schwer verletzt wurden – das Leben genommen. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb am 27. September 2017 das Verfahren eingestellt.

Ihm wurde zudem vorgeworfen, einen Bekannten am Wochenende des 17. und 18. Dezember auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen erstochen zu haben.

(SDA)


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