Schule will mit Kameras Drögeler vertreiben

Das Areal des Oberstufenschulhauses Goldach wird regelmässig verwüstet. Die Gemeinde will deshalb Kameras auf dem Gelände installieren lassen.
Das Areal des Oberstufenschulhauses Goldach wird regelmässig verwüstet. Die Gemeinde will deshalb Kameras auf dem Gelände installieren lassen. © pd
Auf dem Areal des Oberstufenschulhauses treiben nicht nur Vandalen, sondern auch Drogendealer ihr Unwesen – möglicherweise sogar während der Schulzeit. Jetzt will die Gemeinde endlich Überwachungskameras.

Martin Rechsteiner/St.Galler Tagblatt

Vandalen, Litterer, Drogendealer: Laut der Gemeinde Goldach wird das Areal des Oberstufenschulhauses regelmässig verwüstet und von zwielichtigen Gestalten heimgesucht.

Die Gemeinde klagt in einer Mitteilung über zerstörte Briefkästen, ausgerissene Fussballtore sowie eingeschlagene Fensterscheiben auf dem Schulgelände. Die Vandalenakte sind aber nur ein Teil des Problems: Das Areal hat sich offenbar unter auswärtigen jungen Erwachsenen als Drogenumschlagplatz etabliert.

Pulver und Pillen in Büschen gefunden

«Die Securitas, die das Gelände bewacht, hat schon mehrmals Autos mit Nummernschildern aus anderen Kantonen beobachtet», sagt Walter Wüstiner, Leiter Hauswartdienst der Gemeinde Goldach. Ab und zu seien im Anschluss Drogen in Form von Pulver und Pillen in Gebüschen gefunden worden. «Wir haben immer sofort die Polizei gerufen, die das Material sichergestellt hat», sagt Wüstiner. Die mutmasslichen Drogendealer seien zu verschiedenen Zeiten auf dem Gelände aktiv gewesen. Dass sie auch zur Schulzeit da waren, kann der Gemeindemitarbeiter nicht ausschliessen. «Mit solchen Problemen steht Goldach aber nicht alleine da. Die gibt es überall», sagt er. So wisse er von ähnlichen Vorfällen in Arbon. Richard Falk, der Goldacher Gemeindeschreiber, sagt auf Anfrage, die öffentliche Sicherheit und jene der Schüler sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Gute Erfahrungen gemacht

Die Probleme will die Gemeinde Goldach mit Kameras in den Griff kriegen. Mit Videoüberwachung habe man beim Bachfeldschulhaus bereits gute Erfahrungen gemacht, heisst es in der Mitteilung. Noch in diesem Frühjahr sollen die Kameras installiert werden. Dafür müssen die Bürger an der Versammlung am 26. März das Budget 2018 gutheissen – dieses sieht einen Kredit von 15000 Franken für die Installation der Überwachung vor.

Die Gemeindevertreter sind zuversichtlich. Sie sind überzeugt, dass die Kameras, zusätzlich zu den Securitas, für Sicherheit sorgen werden. «Das Areal um das Oberstufenschulhaus soll der Öffentlichkeit weiterhin offen stehen. Uns ist einfach wichtig, dass dort einige Regeln eingehalten werden», sagt Gemeindeschreiber Falk.

Dieser Artikel erschien am 14. März im St.Galler Tagblatt


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