Schulschwänzer am Flughafen gebüsst

Schule schwänzen kann auch bei uns teuer werden.
Schule schwänzen kann auch bei uns teuer werden. © (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Die bayrische Polizei machte an den deutschen Flughäfen am Pfingstwochenende Jagd auf Schulschwänzer. Den Erwischten drohen Bussen von bis zu 1000 Euro.

Einen Tag mit Erlaubnis der Eltern die Schule schwänzen und früher in die Ferien fahren? Toll für die Kinder, weniger toll für die Eltern – zumindest für diese, die am Pfingstwochenende von der Polizei gebüsst wurden. Die bayrische Polizei erwischte an deutschen Flughäfen über 20 Familien, die ihre Kinder für eine frühere Abreise die Schule schwänzen liessen. In Bayern drohen für Schulschwänzen bis zu 1000 Euro Busse.

Wer blau macht, kann auch in der Ostschweiz gebüsst werden

Auch im Kanton St. Gallen kann das Schuleschwänzen teuer werden. Laut dem St.Galler Volksschulgesetz werden Eltern, die ihre Kinder schwänzen lassen, vom Schulrat verwarnt oder gebüsst – und das je versäumter Schulhalbtag zwischen 200 und 1000 Franken.

Im Kanton Thurgau kostet das ein wenig mehr – bis zu 3000 Franken. Wie Walter Berger, Chef des Amtes für Volksschule im Kanton Thurgau, gegenüber dem Tagblatt sagte, erhalten jährlich etwa fünf Familien eine Busse. Die Höhe hängt von der Schwere des Vergehens und den finanziellen Verhältnissen der betroffenen Familien ab.

Alternative: Jokertage

Als Alternative stehen aber jedem Schulkind pro Schuljahr zwei Halbtage als Jokertage zur Verfügung. Diese können zum Beispiel für verlängerte Ferien, Hochzeiten, Geburtstage oder weitere Absenzen genutzt werden.

(rhy)


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