Schunkeln zu Schlager bei 8°C

Trotz vieler Schlager-Hits; nicht allen wurde es am «Der Berg bebt» so warm ums Herz wie diesen beiden Besuchern.
Trotz vieler Schlager-Hits; nicht allen wurde es am «Der Berg bebt» so warm ums Herz wie diesen beiden Besuchern. © FM1Today/Raphael Rohner
Das erste Schlagerfestival in Flims ist Geschichte. «Der Berg bebt» lockte rund 5000 Leute auf die Alp Plaun. Die Stars heizten den Zuschauern trotz der Kälte ordentlich ein. Diese feierten in Faserpelz und Fleece, statt in Dirndl und Lederhosen.

«Hier geht echt richtig die Post ab», schwärmt eine Gruppe Schlager-Fans aus dem Thurgau. Sie feierten mit rund 5000 anderen Gästen das erste Schlager-Openair in Flims. Spätestens mit dem Schlagerstar Andy Borg, der auf der Bühne Vollgas gab, standen die meisten Fans aus ihren Klappstühlen und von ihren Picknickdecken auf und feierten mit. Seine Lieder wurden lauthals mitgesungen, was den 56-jährigen Ex-Musikantenstadlmoderator manchmal etwas irritierte.

«Verdammt ich lieb dich» – mit Tränen vor Freude

Mit Matthias Reim landete das Openair einen Volltreffer. Vor der Bühne wurden Tränen vergossen vor Freude. Die Menge sang Reims Reime mit und niemand realisierte, dass es immer kälter wurde. Statt Dirndl und feschen Lederhosen gab es Faserpelze und Regenjacken zu sehen. Bei Reims Superhit «Verdammt ich lieb dich» vergass das Publikum die Kälte und johlte wie ein Chor mit.

Alvaro Solers Hitze konnte die Leute nicht aufwärmen

Im Gegenzug dazu vermochte der Star-Gast des Abends, der Deutsch-Spanier Alvaro Soler, nicht so recht zu überzeugen. Er spielte am Ende eines langen Festivaltages bei kalten Temperaturen zwischen fünf und acht Grad. Die Besucherinnen und Besucher schlichen sich nach und nach vom Gelände davon. Auch bei Solers Hits sangen nur noch wenige mit.

«Ohne Zelten bleibt Flums besser als Flims»

Trotz der ausgelassenen Stimmung in Flims waren viele Besucher etwas enttäuscht. «Wir hätten so gerne in dieser einzigartigen Natur gezeltet», sagte etwa Besucher Marcel. Andere Gäste machten schon eine klarere Ansage: «Wenn man nicht Zelten kann, ist es doch gar kein Openair, sondern nur ein Fest?!» Bei den eingefleischten Schlager-Fans war man sich im Grossen und Ganzen einig: «Flums war grösser, aber Flims ist besser – wenn man zelten könnte», so das Fazit.

Für Veranstalter Fredy Broder war das Festival trotzdem ein voller Erfolg: «Ich bin mehr als glücklich. Wir mussten von Grund auf neu starten und es dauert seine Zeit wieder dort anzuknüpfen, wo wir in Flums waren.» Broder musste sein Openair von Flums nach Flims zügeln. (FM1Today berichtete)

(rar)


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