Schweden und die Ukraine komplettierten das EM-Feld

Mit Schweden an der EM 2016 dabei: der Captain und zweifache Torschütze Zlatan Ibrahimovic
Mit Schweden an der EM 2016 dabei: der Captain und zweifache Torschütze Zlatan Ibrahimovic © KEYSTONE/EPA Scanpix Denmark/LISELOTTE SABROE
Mit Schweden und der Ukraine stehen die letzten EM-Teilnehmer fest. Beide Teams bringen ihre Siege aus dem Hinspiel gegen Dänemark respektive Slowenien auswärts mit einem Remis über die Zeit.

Schwedens fünfte EM-Teilnahme in Folge, die sechste seit dem Debüt 1992, geriet eigentlich nur während der stürmischen Startphase der Dänen in Gefahr. Erst lenkte GC-Captain Kim Källström einen Ball an die eigene Torumrandung (8.), wenig später vergab der diesmal von Beginn weg eingesetzte Yussuf Poulsen das 1:0.

Nach 19 Minuten, als das Schussverhältnis aus Sicht der Schweden 0:7 lautete, nahm Zlatan Ibrahimovic der Partie die Spannung. Der 34-jährige Superstar von Paris St-Germain traf im Anschluss an einen Corner von Källström. In der 76. Minute doppelte er mittels Freistoss nach. Mit seinen Toren 61 und 62 im 111. Länderspiel sorgte der Teamleader dafür, dass er mit Schweden nicht wie 2010 oder 2014 (WM) eine Endrunde verpasst.

Für Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen endete mit dem Out eine bemerkenswert lange Karriere für den dänischen Verband. Der einstige Rekord-Internationale (102 internationale Einsätze) hatte im Frühling dieses Jahres angekündigt, nach der EM 2016 als Coach zurückzutreten.

Nun nahm Ibrahimovic dem früheren Weltklasse-Libero die Hoffnung, mit Dänemark zum Abschluss seiner 35-jährigen Zeit im Verband (16 davon als Verantwortlicher des Nationalteams) zum vierten Mal als Trainer ein grosses Turnier zu erreichen. Die Reaktion durch Yussuf Poulsens 1:2 (81.) und den Ausgleich durch Jannik Vestergaard (91.) reichten nicht aus, um das 1:2 aus dem Hinspiel noch wettzumachen.

Ukraine erstmals im Playoff weiter

Die Ukraine qualifizierte sich erstmals sportlich für eine EM-Endrunde. Der Co-Gastgeber der EURO 2012 kam nach dem 2:0 am Samstag gegen Slowenien auswärts in Maribor zu einem 1:1. Die Osteuropäer, die in allen fünf vorherigen WM- oder EM-Playoff-Begegnungen – darunter 2000 gegen den aktuellen Gegner – gescheitert waren, mussten sich die Teilnahme allerdings erdulden. Slowenien ging nach elf Minuten durch einen Kopfball ihres Captains und Rekord-Internationalen Bostjan Cesar in Führung.

Im weiteren Verlauf der hektischen Partie stand das Heimteam dem 2:0 näher als die Ukraine dem Ausgleich. Unter anderem vergab Cesar eine Viertelstunde vor Schluss eine gute Chance. Die Ukraine konnte in der Nachspielzeit zu dritt allein auf den gegnerischen Goalie zulaufen, Andrej Jarmolenko traf zum 1:1.

Die 24 für die EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli 2016) qualifizierten Mannschaften in der Übersicht: Frankreich (Gastgeber), England, Tschechien, Island, Österreich, Nordirland, Portugal, Spanien, SCHWEIZ, Italien, Wales, Belgien, Albanien, Rumänien, Deutschland, Polen, Russland, Slowakei, Kroatien, Türkei, Ungarn, Irland, Schweden, Ukraine.

Die Töpfe für die Auslosung der EM-Gruppen am Samstag, 12. Dezember (18.00 Uhr) in Paris. Topf 1: Spanien, Deutschland, England, Portugal, Belgien. – Topf 2: Italien, Russland, SCHWEIZ, Österreich, Kroatien, Ukraine. – Topf 3: Tschechien, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn. – Topf 4: Türkei, Irland, Island, Wales, Albanien, Nordirland.

Bemerkung: Frankreich als Gastgeber automatisch als Nummer 1 in der Vorrunden-Gruppe A gesetzt.

(SI)


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