Schwedens König möchte Badewannen verbieten

Einen Heiligenschein hat er zwar noch nicht, aber punkto Umweltschutz ist König Carl XVI. Gustaf - hier bei einem Pfadfindertreffen 2010 in Bern - schon sehr päpstlich (Archiv).
Einen Heiligenschein hat er zwar noch nicht, aber punkto Umweltschutz ist König Carl XVI. Gustaf - hier bei einem Pfadfindertreffen 2010 in Bern - schon sehr päpstlich (Archiv). © KEYSTONE PETER KLAUNZER
Schwedens König Carl XVI. Gustaf würde der Umwelt zuliebe am liebsten alle Badewannen verbieten – und hat mit dieser Idee Spott bei Landsleuten ausgelöst. “Verbietet dem König zu reisen!”, kommentierte einer auf Twitter, schliesslich gebe es nicht überall Duschen.

Im Interview mit der Zeitung “Svenska Dagbladet” am Wochenende hatte Carl Gustav zum Umweltschutz durchs Duschen aufgerufen, weil das verglichen mit einem Sitzbad viel Wasser spare. Sein “Badewannen-Verbot” sei natürlich “leicht scherzhaft” gemeint, fügte der König hinzu. “Aber es liegt ein Funken Wahrheit darin. Die kleinen Details haben einen enormen Effekt.”

Kurz vor dem Interview hatte der König sein Bad an einem Ort nehmen müssen, an dem es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne gegeben habe, erzählte er der Zeitung. “Das hat soviel Wasser und Energie verbraucht. Ich habe mich richtig geschämt.”

Klima und Umweltschutz liegen Carl XVI. Gustaf am Herzen. Der schwedische König fährt ein Hybrid-Auto, isst weniger Fleisch und versucht auch, im Palast Energie zu sparen. Im Interview musste er aber zugeben: “Das ist nicht ganz einfach in einem so alten Haus.”

(SDA)


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