Schweiz kann mit Weltelite mithalten

Der Schweizer Pablo Brägger zeigte an der WM in Glasgow bisher wie seine Teamkollegen starke Leistungen.
Der Schweizer Pablo Brägger zeigte an der WM in Glasgow bisher wie seine Teamkollegen starke Leistungen. © KEYSTONE/EPA/ROBERT PERRY
Die Schweizer Kunstturner bestätigen an den Weltmeisterschaften in Glasgow nach der Olympia-Qualifikation im Team-Final ihren 6. Platz. Gold geht mit knappem Vorsprung an Japan.


Mit 261,660 Punkten bestätigten Christian Baumann, Pablo Brägger, Pascal Bucher, Claudio Capelli, Oliver Hegi und Eddy Yusof ihre Leistung in der Qualifikation und schafften damit das beste WM-Ergebnis einer Schweizer Riege seit den Titelkämpfen von 1970 in Ljubljana.

Der ganz perfekte Wettkampf gelang den Schweizern aber auch im Final nicht. Yusof mit seinem gebückten Yeo am Sprung und Baumann am Reck stürzten. Zwei Fehler, die im Gegensatz zur Qualifikation nicht mehr korrigiert werden konnten, da im Final jede Note in die Wertung kam.

Doch einmal mehr liess sich Mannschaft von Nationaltrainer Bernhard Fluck von kleinen Rückschlägen nicht beeindrucken. Sie boten als Team am Barren und am Boden sehr gute Vorstellungen. Und mit dem historischen Erfolg vor Augen zeigten sie auch zum Abschluss am Pauschenpferd keine Nerven. Die höchste Schweizer Wertung des Abends erhielt Pablo Brägger mit seiner sehr schwierigen und nahezu perfekt ausgeführten Reckübung mit 15,433 Punkten.

Am Ende liessen die Schweizer Südkorea und Brasilien hinter sich. Wie bereits in der Qualifikation, als die STV-Riege mit dem Finaleinzug das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gelöst hatte, lagen am Ende nur die Turn-Grossmächte Japan, China, Grossbritannien, Russland und die USA vor der Schweiz.

Gold holte Japan, das erstmals seit 1978 wieder den Titel mit der Mannschaft holte. Angeführt von Kohei Uchimura siegten die Japaner trotz drei Stürzen hauchdünn vor Gastgeber Grossbritannien, das wie bei den Frauen erstmals eine Team-Medaille holte. Bronze ging an China, das erstmals seit den Olympischen Spielen 2004 und nach sechs WM-Titeln in Folge in einem Teamwettkampf nicht Gold holte.

Glasgow. Weltmeisterschaften. Männer. Team. Final: 1. Japan (Naoto Hayasaka, Ryohei Kato, Kazuma Kaya, Kenzo Shirai, Yusuke Tanaka, Kohei Uchimura) 270,818 Punkte (Boden 47,258, Pauschenpferd 45,166, Ringe 43,798, Sprung 45,766, Barren 45,655, Reck 43,165). 2. Grossbritannien 270,345. 3. China 269,959. 4. Russland 268,362. 5. USA 267,853. 6. Schweiz (Christian Baumann, Pablo Brägger, Pascal Bucher, Claudio Capelli, Oliver Hegi, Eddy Yusof) 261,660 (44,232, 42,998, 42,165, 43,333, 45,799, 43,133). 7. Südkorea 260,035. 8. Brasilien 259,577.

Morgen Abend kämpft die Gossauerin Giulia Steingruber im Mehrkampf um eine Medaille.

(SI/red)

 


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