Schweiz verliert gegen Tunesien 26:31

Lukas von Deschwanden war mit 5 Toren bester Schweizer Schütze
Lukas von Deschwanden war mit 5 Toren bester Schweizer Schütze © KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Die Schweizer Handballer verpassen am Vierländerturnier in Tunesien den Turniersieg. Nach den Erfolgen gegen Algerien (32:20) und den Iran (28:24) unterliegt das Team von Rolf Brack Tunesien 26:31. Die Schweizer begannen stark und gingen bis zur 16. Minute 8:6 in Führung.

Nach dem Blockwechsel brachen sie jedoch ein und gerieten bis zur Pause 11:15 in Rückstand. In der zweiten Hälfte kamen die Gäste nie näher als bis auf drei Tore heran, auch weil sie die gebotenen Chancen nicht nutzten. Nach dem 22:25 (50.) kassierte die SHV-Auswahl drei Gegentreffer in Serie zum 22:28 (56.), womit die Partie vorentschieden war.

Die Offensivleistung der Schweizer in den zweiten 30 Minuten ging zwar insgesamt in Ordnung – die Erfolgsquote der zweiten Halbzeit betrug 60 Prozent. Doch insgesamt verzeichneten sie zu viele Fehlwürfe (22). Zudem war die Verteidigung gegen die körperlich starken Tunesier zu wenig stabil. Auf der Torhüter-Position besassen die Nordafrikaner mit 17:11 Paraden ebenfalls Vorteile.

Hatten die Schweizer in den ersten beiden Partien mit Tempo-Handball überzeugt, verzeichneten sie diesmal nur sieben Konter, wovon sie bloss zwei erfolgreich abschlossen. Überhaupt gab es nur je 48 Angriffe. Bester Torschütze der Schweizer war Lukas von Deschwanden mit fünf Treffern (vier Penaltys).

Trotz der Niederlage gegen die klar stärkste Mannschaft des Turniers kann insgesamt eine positive Bilanz gezogen werden, musste doch Brack in Tunesien aus diversen Gründen gleich auf zehn Spieler verzichten, unter ihnen Teamleader Andy Schmid. Der Deutsche konnte im Hinblick auf die WM-Qualifikationspartien im Januar gegen Luxemburg und Holland wichtige Erkenntnisse ziehen.

Tunesien – Schweiz 31:26 (15:11)

Tunis. – 1070 Zuschauer. – SR Boualloucha/Khenissi (Tun). – Torfolge: 2:0, 2:2, 3:2, 4:3, 4:5, 5:5, 5:7, 6:8 (16.), 8:8, 8:9, 11:9, 11:10, 13:10, 13:11, 15:11; 15:12, 25:22 (50.), 28:22, 31:25, 31:26. – Strafen: 2mal 2 Minuten plus Rote Karte (Haj/48.) gegen Tunesien, 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Tunesien: Hamza/Sfar (ab 27.); Gharbi (1), Haj, Amri, Bannour (4), Alouini, Jallouz (4), Soussi (1), Sanai (3), Bhar, Boughanmi (10/3), Saied (2), Hosni, Hmida (1), Chouiref (5).

Schweiz: Bringolf/Portmann (22. bis 30.); Lier, Geisser (2), Sidorowicz (1), Dähler (1), Von Deschwanden (5/4), Raemy (2), Küttel (4), Jud, Freivogel (1), Hofstetter (4), Fröhlich, Linder (4), Meister (2).

Bemerkungen: Schweiz ohne Schmid, Liniger (beide Erholungspause), Baviera (Studium), Striffeler, Mühlemann, Tynowski (alle verletzt), Svajlen, Fellmann (beide rekonvaleszent), Spengler, Portner und Maros (alle angeschlagen). Bringolf hält Penalty von Boughanmi, der im Nachschuss zum 2:0 trifft (5.). Maggaiz hält Penalty von Von Deschwanden, Linder trifft im Nachschuss zum 13:11 (26.). Maggaiz hält Penaltys von Jud (27./13:11) und Von Deschwanden (55./27:22)

Vierländerturnier in Tunesien. 3. Spieltag. In Tunis: Tunesien – Schweiz 31:26 (15:11). Algerien – Iran 33:27 (19:14). – Schlussrangliste (je 3 Spiele): 1. Tunesien 6. 2. Schweiz 4. 3. Algerien 2. 4. Iran 0.

(SI)


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