Schweizer Davis-Cup-Team nach Doppel 2:1 in Führung

Schweizer Davis-Cup-Team nach Doppel 2:1 in Führung
© KEYSTONE/ANVAR ILYASOV
Das Schweizer Davis-Cup-Team macht dank dem Doppel Henri Laaksonen/Adrien Bossel einen wichtigen Schritt in Richtung Verbleib in der Weltgruppe. Nach 2:18 Stunden nutzte der wie im Einzel starke Laaksonen mit einem Vorhand-Return-Winner gleich den den ersten Matchball zum 6:4, 6:2, 7:6 (7:2)-Erfolg.

Die Usbeken, die bereits zum 19. Mal gemeinsam im Davis Cup antraten und immerhin neun Begegnungen gewonnen haben, enttäuschten auf der ganzen Linie und kamen überhaupt nicht auf Touren. Die Spieler von Captain Severin Lüthi machten hingegen fast alles richtig. Sie muteten sich nicht zuviel zu, sondern konzentrierten sich darauf, die einfachen Sachen gut zu machen und von den Fehlern der Usbeken zu profitieren. Dennoch agierten sie mit der nötigen Aggressivität, um ihre Gegner unter Druck zu setzen.

Wichtig war die Startphase, in der Bossel nervös zu Werk ging. Nachdem die Schweizer aber bei Aufschlag Laaksonen einen Breakball zum 0:2 abgewehrt hatten, fanden sie schnell zu grösserer Sicherheit. Vor allem Linkshänder Bossel steigerte sich deutlich. Nach dem Break zum 3:2 gegen den äusserst unsicheren Farrukh Dustow, der am Freitag wegen einer Lebensmittelvergiftung passen musste, zog Laaksonen im folgenden Game nach einem 0:40-Rückstand den Kopf erneut aus der Schlinge. Danach dominierten die Schweizer bis zum dritten Satz deutlich.

Erst im dritten Durchgang wurden die Usbeken ihrem Rendement doch noch etwas mehr gerecht. Sie versuchten einiges und waren bei eigenem Aufschlag sicherer. Sie schafften es aber bis zum Ende nicht, Laaksonen oder Bossel den Service abzunehmen. Im fälligen Tiebreak gingen Istomin/Dustow 2:1 in Führung, gewann danach aber keinen Punkt mehr.

Ein Sieg im Doppel ist für die Schweiz im Davis Cup keine Selbstverständlichkeit. Von den vorangegangenen sechs Doppel hatte das Team von Severin Lüthi nur eines – im Final in Lille durch Roger Federer und Stan Wawrinka – für sich entscheiden können. Mit seinem Entscheid für Bossel lag der Captain goldrichtig. Der 29-jährige Freiburger holte in seinem vierten Einsatz für die Schweiz erstmals einen Punkt. Henri Laaksonen weist nun die beachtliche Bilanz von 6 Siegen und 3 Niederlagen im Davis Cup auf (Einzel und Doppel).

Am abschliessenden Tag brauchen die Schweizer im Abstiegs-Playoff nun noch einen Punkt aus zwei Einzeln. Den Auftakt macht um 7.00 Uhr Schweizer Zeit Henri Laaksonen gegen Denis Istomin. Beide Nummern 1 haben ihre ersten Einzel am Freitag klar gewonnen und dürften auch im Doppel nicht allzu viel Energie verbraucht haben. Wer ein allenfalls entscheidendes letztes Einzel bestreiten würde, liess Captain Lüthi offen.

(SDA)


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