Schweizer Doppelsieg im GP von Basel

Triumphierte im Grand Prix des CSI von Basel: Martin Fuchs auf Clooney
Triumphierte im Grand Prix des CSI von Basel: Martin Fuchs auf Clooney © KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ
Die Schweizer Springreiter wachsen im Grand Prix am CSI Basel über sich hinaus. Martin Fuchs mit Clooney und Werner Muff mit Daimler feiern in der Hauptprüfung (330’000 Franken) einen Doppelsieg.Im neunten Anlauf hat es für die einheimischen Reiter erstmals geklappt.

Nie zuvor glückte den Schweizern ein GP-Erfolg in Basel – und nun gleich ein Doppelsieg. Fuchs und Muff verwiesen in der Siegerrunde, die 15 Paare erreichten, mit Klasseritten den ebenfalls fehlerlosen Franzosen Simon Delestre mit Chesall Zimequest auf den dritten Platz.

Fuchs strich einen Check von 100’000 Franken ein. Muff, der schon das Championat von Basel am Freitag gewonnen hatte, durfte 75’000 Franken in Empfang nehmen. Beide werden die Schweiz am kommenden Wochenende am Weltcupturnier in Leipzig vertreten.

Mit dem ebenfalls makellosen Jurassier Alain Jufer auf Casall (8.), Niklaus Rutschi mit Cardano (9.) und Pius Schwizer mit About a Dream (13.) ritten drei weitere Schweizer ins Preisgeld. Die Schweizer stellten in Basel die überragende Nation.

«Ich bin sehr stolz, vor eigenem Publikum und einer Super-Atmosphäre den ersten GP-Sieg errungen zu haben. Es war ein perfekter Tag. Clooney ist eines der besten Pferde der Welt. Er ist konstant in seinen Leistungen und wird immer schneller», sagte Sieger Martin Fuchs. Und Werner Muff, der erfolgreichste Reiter des Turniers, ergänzte: «Das beste Paar hat gewonnen. Ich bin mit meinen Leistungen in Basel sehr zufrieden. In der GP-Entscheidungsrunde hätte ich vielleicht etwas schneller reiten können. Doch ich hatte mit Daimler einen kleinen Stolperer und wollte danach vor allem den Schweizer Sieg sicherstellen. Das ist gelungen.»

Fünf Paare beendeten die erste Runde fehlerlos, neben Fuchs und Muff auch Niklaus Rutschi mit Cardano, dem Schweizer Pferd des Jahres. Nach je einem Abwurf und in flottem Rhythmus stiessen auch Pius Schwizer und Alain Jufer in die Siegerrunde vor. Als Hauptklippen im delikaten Initialkurs über 13 Hindernisse erwiesen sich die Stationata mit einer grünen Stange, die Wellenplanke, der CSI-Basel-Steilsprung und ein tückischer Bidet-Oxer, die beiden letzten Hindernisse im Parcours.

Nicht am Start zum Grand Prix waren die einstigen Weltranglistenersten Scott Brash (GBR) und Olympiasieger Steve Guerdat. Der Grund: sie vermochten sich nicht zu qualifizieren. Bei Guerdat, dem Schweizer Leader und zweifachen Weltcupsieger, gilt es aber festzuhalten, dass er nicht mit seiner ersten Pferdegarde, also mit Bianca und Hannah, in Basel angetreten ist.

Im nächsten Jahr wird der CSI Basel sein Zehn-Jahre-Jubiläum feiern und Zürich als einzige Schweizer Weltcupstation ablösen. Dies wird allerdings wegen des eingeschränkten Teilnehmerfeldes und den Auflagen der FEI nicht nur Vorteile bringen.

(SDA)


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