Schweizer Handballer gewinnen erneut

Rolf Brack fand erneut die richtigen Worte
Rolf Brack fand erneut die richtigen Worte © KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Die Schweizer Handballer gewinnen am Vierländerturnier in Tunesien auch das zweite Spiel. Einen Tag nach dem 32:20 gegen Algerien bezwingt das Team von Rolf Brack den WM-Teilnehmer Iran 28:24.

Die Basis zum Sieg in Hammamet legten die Schweizer in der ersten Halbzeit, die sie nach einem Blitzstart – 12:5 nach 22 Minuten – 17:10 für sich entschieden. In der 41. Minute lagen sie gar mit neun Toren (24:15) vorne. Dennoch wurde es nochmals spannend, verkürzte doch der Iran bis zur 53. Minute auf 23:26. Die SHV-Auswahl legte in dieser Phase gegen die nun offensiv deckenden Iraner ein schwaches Abschlussverhalten an den Tag, und die 3-2-1-Deckung war nicht mehr in der Lage, den Gegner zu halten und die Zweikämpfe zu gewinnen. Irans Goalie Saied Haideridad gelangen in den zweiten 30 Minuten nicht weniger als 13 Paraden.

Die international unerfahrenen und stark ersatzgeschwächten Schweizer fingen sich im ersten Duell gegen die Asiaten jedoch wieder und brachten die Führung letztendlich doch sicher über die Zeit. Die Thuner Spieler Lukas von Deschwanden, Nicolas Raemy und Luca Linder steuerten jeweils vier Tore zum Sieg bei. Björn Fröhlich von GC Amicitia gelang in seinem zweiten Länderspiel der erste Treffer. Die beste Note verdiente sich aber Pfadis Keeper Aurel Bringolf, der während 51 Minuten spielte und 15 Schüsse abwehrte, elf in der ersten Hälfte.

Zum Abschluss des Turniers treffen die Schweizer am Samstag in Tunis auf Tunesien. Gegen den Gastgeber gingen die letzten vier Partien allesamt verloren. Insofern ist über 60 Minuten eine gute Leistung gefordert.

Telegramm:

Iran – Schweiz 24:28 (10:17)

Hammamet. – 250 Zuschauer. – SR Abid/Chaouech (Tun). – Torfolge: 1:0, 1:2, 2:2, 2:6, 3:6, 3:9, 4:10, 5:10, 5:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:16, 9:17, 10:17; 10:18, 13:18, 13:21, 14:21, 15:22, 15:24 (41.), 18:24, 18:25, 20:25, 20:26, 23:26 (53.), 23:27, 24:28. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen den Iran, 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweiz: Bringolf/Portmann (42. bis 51.); Lier (3), Geisser (1), Sidorowicz (1), Dähler (4), Von Deschwanden (4/1), Raemy (4), Jud (2/2), Freivogel, Hofstetter (3), Fröhlich (1), Linder (4), Tynowski, Meister (1).

Bemerkungen: Schweiz ohne Schmid, Liniger (beide Erholungspause), Baviera (Studium), Striffeler, Mühlemann (beide verletzt), Svajlen, Fellmann (beide rekonvaleszent), Spengler, Portner, Maros (alle angeschlagen) und Küttel (krank). Bringolf hält Penalty von Masaeli, der im Nachschuss zum 6:12 trifft (24.). Haidaridad hält Penalty von Von Deschwanden (56./24:27).

(SI)


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