Schweizer Handballer in arger Rücklage

Der Schweizer Trainer Rolf Brack mit seinem Starspieler Andy Schmid
Der Schweizer Trainer Rolf Brack mit seinem Starspieler Andy Schmid © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Die Schweizer Handballer stecken in der WM-Qualifikation eine empfindliche Niederlage ein. Das Team von Rolf Brack verliert in Aarau gegen die Niederlande 21:24.Der Schweizer Starspieler Andy Schmid hatte sein Team im Vorfeld der Partie als leichten Favoriten gesehen. Nach dem ab der 22.

Minute desaströsen Auftritt im Angriff sind die Chancen auf die Teilnahme an den WM-Playoffs im Juni jedoch stark kompromittiert. Die Schweizer müssen sich am Sonntag in Sittard gewaltig steigern, um die Gruppe 6 doch noch zu gewinnen.

Nach den beiden souveränen Siegen gegen Luxemburg starteten die Schweizer auch gegen die verlustpunktlosen Niederländer stark. In den ersten 18 Angriffen erzielten sie 13 Tore. Dank dieser herrvorragenden Effizienz führten die Gastgeber in der 22. Minute 13:9. Danach lief in der Offensive aber nur noch wenig zusammen. Zwar zogen die Einheimischen nach dem 14:13 zur Pause bis zur 38. Minute auf 17:13 davon, was jedoch danach passierte, ist auf diesem Niveau unerklärlich.

Die Schweizer wussten kein Rezept mehr gegen die holländische Verteidigung und den ab dem Ende der ersten Hälfte starken Keeper Gerrie Eijlers (14 Paraden). Es herrschte Hektik pur. Als Folge davon erzielten die Einheimischen nach dem 17:13 in den folgenden 15 Angriffen nur noch zwei Tore und gerieten bis zur 58. Minute 19:23 in Rückstand. Das 20:19 (53.) war die erste Führung der Niederländer in diesem Spiel gewesen.

Es hing ihm Angriff viel zu viel von Schmid ab, der es angesichts der Schwäche seiner Nebenleute zu oft alleine versuchte. Der zweifache Bundesliga-MVP war mit sieben Treffern der beste Werfer der SHV-Auswahl. Er verzeichnete aber auch sieben Fehlwürfe.

Schweiz – Niederlande 21:24 (14:13)

Schachenhalle, Aarau. – 2200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Cacador/Nicolau (POR). – Torfolge: 1:0, 2:2, 4:2, 6:5, 8:5, 9:7, 11:7, 13:9, 13:12, 14:13; 17:13, 17:16, 19:17 (48.), 19:23 (58.) . – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen die Niederlande.

Schweiz: Bringolf/Portmann (23.-53.); Schmid (7(1), Fellmann (1), Liniger (1), Baviera (2), Sidorowicz, Dähler (1), Raemy (1), Küttel, Striffeler, Freivogel, Hofstetter (5), Linder (2), Svajlen (1).

Niederlande: Eijlers; Remer (1/1), Leenders, Miedema, Luc Steins (4), Van Schie, Schagen (1), Baart (5), Ivo Steins (2), Adams (1), Boomhouwer (4), Van Olphen (3), Augustinus (3), Haenen.

Bemerkungen: Schweiz ohne Portner, Von Deschwanden, Luka Maros, Tynowski (alle verletzt) und Mühlemann (nicht eingesetzt). Eijlers hält Penalty von Schmid (26./13:11)

WM-Qualifikation. Gruppe 6. Mittwoch: Schweiz – Niederlande 21:24 (14:13). – Rangliste: 1. Niederlande 3/6 (84:71). 2. Schweiz 3/4 (87:65). 3. Luxemburg 4/0 (91:126). – Restprogramm. Sonntag, 17. Januar, 14 Uhr (in Sittard): Niederlande – Schweiz. – Modus: Gruppensieger im WM-Playoff im Juni.

(SDA)


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