Schweizer Jugend erforscht Ballerina-Beine und Fliegenfallen

Das ideal geformte Ballerinabein sieht nicht nur schön aus, sondern hilft auch beim Drehen: Das fand eine Teilnehmerin des Nationalen Wettbewerbs von Schweizer Jugend forscht heraus. (Symbolbild)
Das ideal geformte Ballerinabein sieht nicht nur schön aus, sondern hilft auch beim Drehen: Das fand eine Teilnehmerin des Nationalen Wettbewerbs von Schweizer Jugend forscht heraus. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/Rick Rycroft
Die Köderung von Kirschessigfliegen, die Geschichte einer Flüchtlingsfamilie als grafische Novelle oder die Beinform einer Ballerina: 93 Jugendliche präsentierten am Nationalen Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht praktische, kunstvolle und ausgefallene Arbeiten.

An der Prämierungsfeier vom Samstag an der Hochschule für Technik (FHNW) in Brugg-Windisch AG würdigte die Stiftung Schweizer Jugend forscht insgesamt 80 Arbeiten, davon 14 Gruppenarbeiten, wie die Stiftung mitteilte. Die Spannbreite an Themen reicht dabei von Naturwissenschaft und Technik über Geistes- und Sozialwissenschaften bis hin zu Kunst, Architektur und Gestaltung.

Eine junge Bündnerin verbesserte etwa Becherfallen. Mit schwarzem Fallendeckel sowie durch Zugabe des Duftstoffes Betacyclocitral etwa lassen sich mehr Kirschessigfliegen fangen, wie sie herausfand.

Eine Baslerin untersuchte, ob ein ideal geformtes Bein einer Ballerina nicht nur schön ist, sondern ihr auch beim Tanzen hilft. Mithilfe eines selbst entwickelten mathematischen Modells konnte sie aufzeigen, dass das perfekte Tanzbein die Drehkräfte an den Gelenken weitgehend minimiert.

Eine Jugendliche illustrierte in einer grafischen Novelle die wahre Geschichte einer vietnamesischen Flüchtlingsfamilie und ein junger Thurgauer baute einen automatischen Webstuhl aus Lego.

Festrednerin Suzanne Thoma, CEO der BKW-Gruppe, zeigte sich angesichts der kreativen Jungforscher und Jungforscherinnen zuversichtlich für die Zukunft: “Heute wächst eine Generation heran, der es gelingen wird, Wissenschaft und Technologie soweit zu entwickeln, dass sie ganz und gar dem Leben dienen wird.”

Von den 93 jugendlichen Teilnehmern am Wettbewerb erhielten für ihre Arbeit 24 das Prädikat “gut”, 45 “sehr gut” und 24 “hervorragend”. Entsprechend diesen Prädikaten wurden Bargeldpreise im Gesamtwert von rund 66’000 Franken vergeben.

Die innovativsten Arbeiten wurden zudem mit einem von 18 Sonderpreisen ausgezeichnet, wie Schweizer Jugend forscht schreibt. Diese ermöglichen beispielsweise einen zweiwöchigen Besuch in Wissenschaftscamps oder die Teilnahme an internationalen Projektwettbewerben.

Erstmals prämierte Schweizer Jugend forscht dieses Jahr zudem diejenigen Schulen, welche in den vergangenen Jahren (2006 bis 2016) die meisten Preisträger hervorgebracht hatten. Ausgezeichnet wurden die Neue und Alte Kantonsschule Aarau, das Liceo Lugano 2 sowie das Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium und das Literargymnasium Rämibühl in der Stadt Zürich.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen