Schweizer Kind bei Nizza-Anschlag getötet

Menschen legten Blumen am Tatort in Nizza nieder.
Menschen legten Blumen am Tatort in Nizza nieder. © (AP Photo/Luca Bruno)
Die Schweiz ist schockiert und betroffen über das Attentat von Nizza, das über 80 Menschen das Leben gekostet hat. Unter den Todesopfern befinden sich zwei Schweizer Staatsangehörige: Eine Frau und ein Kind. Fünf weitere Schweizer werden noch vermisst.

Mindestens 84 Menschen sind in Nizza am 14. Juli getötet worden, als ein Mann am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge raste.

Unmittelbar nach dem Attentat haben das Schweizer Konsulat in Marseille sowie das Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) in Bern ihre Krisenzellen aktiviert. Sie führen mit der schweizerischen Botschaft in Paris und dem Schweizer Honorarkonsul in Nizza in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden Abklärungen über mögliche Schweizer Opfer durch. Nach aktuellem Kenntnisstand haben eine Tessiner Zöllnerin und ein vierjähriges Kind aus der Schweiz den Anschlag nicht überlebt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Schweizer Opfer hinzukämen.

Weitere Schweizer vermisst

Wie der “Blick” vermeldet hat, sind bei der EDA-Helpline etliche Suchmeldungen von besorgten Angehörigen eingegangen. Zu fünf der gesuchten Schweizer in Nizza konnte noch kein Kontakt hergestellt werden.

Schweizer Fahnen auf Halbmast

“Die Schweizer Bevölkerung und der Bundesrat fühlen mit den Angehörigen der Opfer”, sagte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann in einer ersten Reaktion. Er verurteilt den Anschlag aufs Schärfste: “Solche Taten sind absolut inakzeptabel. Wir müssen jede Form des Terrorismus bekämpfen.” Auf dem Bundeshaus West wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt, ebenso auf dem Gebäude der Schweizer Botschaft in Paris, nachdem dort der französische Präsident François Hollande eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen hatte.

Task-Force aktiviert

Die Abklärungen sind laut der Regierung weiterhin im Gang. fedpol hat seine Task-Force aktiviert – gemeinsam mit seinen Partnern bei Bund und Kantonen. Am Freitagnachmittag traf sich in Bern die Kerngruppe Sicherheit des Bundes mit Vertretern der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz zu einer Lagebesprechung. Die Schweizer Vertretung vor Ort steht in Kontakt mit den lokalen Behörden in Frankreich.

(red)

Ostschweizer war vor Ort:

Ausnahmezustand soll verlängert werden:


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