Schweizer Kletterer bricht Rekorde in Extremis

Ohne Seil und ohne Klettergurt steigt der Schweizer Dani Arnold die spektakulärsten Felswände hoch. Und das alles im Eiltempo. Dem Free-Solo-Speedkletterer gehören zahlreiche Rekorde. Angst hat er bei seinen waghalsigen Versuchen keine.

Der Konkurrenz, den Kollegen und anderen Bergsteigern bleibt nur eines: den Hut zu ziehen. Der 32-jährige Schweizer Dani Arnold aus dem Kanton Uri bricht zurzeit Rekord um Rekord.

Im August kletterte Dani Arnold zwei grosse, alpine Felsrouten alleine, ungesichert und eben in Rekordzeit. Die Via Carlesso am Torre Trieste in den Dolomiten bezwang er in 68 Minuten. Normal schnelle Seilschaften benötigen für diese Route acht bis elf Stunden. Und die Via Cassin im Bergell bewältigte der Free-Solo-Speedkletterer in 52 Minuten. Hier brauchen normale Bergsteiger sechs bis acht Stunden.

Screenshot youtube / Mammut

Screenshot youtube / Mammut

Angst kennt Dani Arnold bei solchen Begehungen nicht. “In der Carlesso hatte es keine stelle, die ich als heikel empfand”, sagt er gegen über dem Tagesanzeiger. “Ich hatte mich gut vorbereitet und konnte jeden Meter geniessen.”

Die Felswand, die Höhe und die Schwierigkeit der Route war auch bei der Cassin-Route nicht das Problem. Sondern die vielen anderen Alpinisten. Das Überholen ging jedoch besser als gedacht, so Arnold gegenüber dem Tagesanzeiger. Bei jeder Seilschaft hätte er sich jeweils kurz bedankt, nachdem er vorbeiklettern konnte.

Teilweise liegen unter Dani Arnold 300 Meter Abgrund. Der Urner darf sich keinen Fehltritt erlauben. “Ich musste schauen, dass ich trotz Speedtempo meine Füsse gut platzierte, damit ich auf Reibung stehe und nicht abrutsche.”

(lae)


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