Schweizer Männerdegen-Team verpasst EM-Medaille

Keine zweite EM-Medaille in diesem Jahr für den Einzel-EM-Silbermedaillengewinner Max Heinzer (links)
Keine zweite EM-Medaille in diesem Jahr für den Einzel-EM-Silbermedaillengewinner Max Heinzer (links) © KEYSTONE/EPA PAP/TYTUS ZMIJEWSKI
Das Schweizer Männerdegen-Team mit Max Heinzer, Fabian Kauter, Benjamin Steffen und Peer Porsky bleibt an den Fecht-EM in Torun ohne Medaille.In den Halbfinals verloren die Schweizer gegen das topgesetzte Frankreich mit 32:45 ähnlich deutlich.

Die Franzosen verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr damit erfolgreich.

Mit Rang 4 schnitt das Schweizer Männerdegen-Team in seinem letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen in Rio im Rahmen seiner Position auf der EM-Setzliste (5) ab. “Besser jetzt Vierter als bei Olympia in Rio”, bilanzierte der Einzel-Silbermedaillengewinner Max Heinzer.

Für die Schweizer ist es nach drei EM-Titeln in Folge und dem Gewinn von Bronze im Vorjahr, als man in Montreux im Gefecht um Platz 3 die Ukraine noch besiegt hatte, die erste EM ohne Team-Medaille.

Gegen die Ukraine, die bei Olympia in Rio vor Frankreich topgesetzt sein wird, konnte auch der gegen diesen Gegner traditionell starke Schweizer Schlussfechter Heinzer im Finish keine Wende mehr herbeiführen. Heinzer übernahm gegen Bogdan Nikischin einen Rückstand von bereits 13 Treffern (27:40). Knapp eineinhalb Minuten vor Ablauf der Fechtzeit stellten die Ukrainer den Sieg sicher.

“Gegen Israel und vor allem gegen das aufstrebende Dänemark in den Achtel- und Viertelfinals hatten wir schon mehr Energiereserven für die Siege verbraucht als kalkuliert”, sagte Heinzer. Beide Gefechte konnten die Schweizer jeweils erst im ‘sudden death’ gewinnen.

Die Kraft habe dann im Halbfinal und im Gefecht um Platz 3 gefehlt. “Doch wir haben zweimal ein enges Gefecht gewonnen. Und auch, dass wir Russland hinter uns gelassen haben, ist positiv. Das erachteten wir als Hauptziel. So gelang es uns, für Rio im Teamwettbewerb einen Viertelfinal gegen Frankreich zu vermeiden”, so Heinzer.

Die Schweiz wird in Rio damit wie vor der EM als Nummer 6 gesetzt sein und damit zum Auftakt in den Viertelfinals auf das als Nummer 3 gesetzte Italien treffen, das in Torun EM-Silber gewann. “Italien liegt uns besser als beispielsweise Südkorea, das extrem passiv agieren kann”, meint Fabian Kauter. Das letzte wichtige Duell gegen Italien gewann die Schweiz: an den Weltmeisterschaften 2015 in Moskau gab es im Gefecht um Bronze einen 38:24-Erfolg.

(SDA)


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