Schweizer nach erneuter Niederlage im Abstiegskampf

Auch im zweiten Spiel der Schweizer jubelte der Gegner
Auch im zweiten Spiel der Schweizer jubelte der Gegner © KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
28 Stunden nach der 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Kasachstan verliert das Schweizer Nationalteam auch das zweite Spiel an der WM in Moskau, diesmal 3:4 nach Verlängerung gegen Norwegen.

Zwar glichen die Schweizer 10,1 Sekunden vor dem Ende durch Félicien Du Bois ohne Goalie zum 3:3 aus, nachdem sie nach 40 Minuten 1:3 in Rückstand gelegen waren und in der 44. Minute durch Simon Moser verkürzt hatten. Dennoch verliessen sie das Eis erneut als Verlierer. Nach einer Strafe gegen Yannick Weber schoss der in der NHL bei den Colorado Avalanche spielende Andreas Martinsen in der 64. Minute das entscheidende Tor für die Norweger.

Damit sind die Viertelfinals für die Schweizer in weite Ferne gerückt, vielmehr kämpft das Team von Headcoach Patrick Fischer gegen den Abstieg aus der Top-Division. Dabei waren die Schweizer wie am Vortag in Führung gegangen. Erneut zeichnete Samuel Walser für das 1:0 verantwortlich. Der Center des HC Davos stand nach 147 Sekunden im ersten Powerplay nach einem Abpraller goldrichtig. In der Folge kontrollierten die Schweizer die Partie, bis den Norwegern in der 15. Minute bei einer angezeigten Strafe gegen die SIHF-Auswahl mit dem dritten Torschuss der Ausgleich gelang. Den ersten Treffer der Norweger an diesem Turnier – das Startspiel gegen Dänemark hatten sie 0:3 verloren – erzielte Ken Andre Olimb.

In der Folge verloren die Schweizer den Faden. Vor dem 1:2 in der 24. Minute herrschte Chaos pur in deren Verteidigung, am Ende kam Martin Röymark aus naher Distanz völlig freistehend zum Abschluss. Eine Minute später verhinderte Robert Mayer, der den Vorzug gegenüber Reto Berra erhalten hatte, mit einem Big Save den dritten Gegentreffer. Dieser fiel in der 39. Minute mit einem Mann weniger aber dennoch, wobei der in der vergangenen Saison für die Kloten Flyers tätige Mathis Olimb erfolgreich war. Die Skandinavier präsentierten sich im Mitteldrittel äusserst effizient, benötigten für die beiden Tore bloss fünf Schüsse.

So setzte es die vierte Niederlage in den letzten fünf WM-Spielen gegen die Norweger ab. Am Dienstag ist Dänemark der nächste Gegner. Es gibt für das Trainer-Triumvirat viel zu tun, damit wenigstens der Super-Gau in Form eines Abstiegs verhindert wird.

Norwegen – Schweiz 4:3 (1:1, 2:0, 0:2, 1:0) n.V.

Moskau. – 4515 Zuschauer. – SR Piechaczek/Rantala (GER/FIN), McIntyre/Ponomarjow (USA/GER). – Tore: 3. Walser (Martschini, Yannick Weber/Ausschluss Tollefsen) 0:1. 15. Ken Andre Olimb (Mathis Olimb, Zuccarello/Strafe angezeigt) 1:1. 24. Röymark (Forsberg) 2:1. 39. Mathis Olimb (Ken Andre Olimb, Rosseli Olsen/Ausschluss Simon Moser) 3:1. 44. Simon Moser (Diaz, Niederreiter) 3:2. 60. (59:50) Félicien Du Bois (Diaz, Ambühl) 3:3 (ohne Torhüter). 64. (63:23) Martinsen (Mathis Olimb, Mats Trygg/Ausschluss Yannick Weber) 4:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Norwegen, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Norwegen: Volden; Holos, Norstebö; Johannesen, Tollefsen; Mats Trygg, Ödegaard; Zuccarello, Bastiansen, Martinsen; Mathis Olimb, Ken Andre Olimb, Rosseli Olsen; Röymark, Forsberg, Valkvae; Trettenes, Stene, Dahlström; Haga, Morten Ask.

Schweiz: Robert Mayer; Yannick Weber, Grossmann; Félicien Du Bois, Geering; Diaz, Blum; Schneeberger; Walker, Trachsler, Dino Wieser; Martschini, Ambühl, Hollenstein; Simon Moser, Gaetan Haas, Niederreiter; Andrighetto, Walser, Grégory Hofmann; Marc Wieser.

Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (Ersatztorhüter), Zurkirchen, Christian Marti und Schäppi (alle überzählig). – Timeout Schweiz (59:20). – Schüsse: Norwegen 28 (8-5-10-5); Schweiz 38 (15-7-15-1). – Powerplay-Ausbeute: Norwegen 2/2; Schweiz 1/3.

(SDA)


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