Schweizer Reisekasse Reka kann ihre Ferienerträge halten

Die Schweizer Reisekasse Reka hat die Erträge aus ihren Ferienanlagen trotz eines Rückgangs der Buchungen halten können. Im Bild das Reka-Feriendorf Urnäsch. (Archiv)
Die Schweizer Reisekasse Reka hat die Erträge aus ihren Ferienanlagen trotz eines Rückgangs der Buchungen halten können. Im Bild das Reka-Feriendorf Urnäsch. (Archiv) © Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
Die Schweizer Reisekasse (Reka) hat 2015 die Frankenstärke zu spüren bekommen. Die Buchungen im Ferienangebot nahmen ab, die Erträge blieben aber gleich. Beim Reka-Geld ging der Umsatz um drei Prozent zurück.

Dieser Rückgang auf noch 658,6 Millionen Franken ist auf den Kostendruck der Unternehmen zurückzuführen, wie die Reka am Donnerstag mitteilte. Demnach kürzten die Firmen ihr Angebot zugunsten der Angestellten.

Immerhin bezeichnet es Direktor Roger Seifritz im Communiqué als erfreulich, dass sich der Reka-Geld-Umsatz trotz der durch den Frankenschock unter Druck stehenden Wirtschaft nahe an den Rekordständen der beiden Vorjahre halten liess.

Zu Buche schlug der Ausstieg der Stadt Zürich, die aus Spargründen auf die Vergünstigungen von Reka Rail verzichtet. Bei den Kunden aus der Industrie sorgte der Beschäftigtenrückgang für tiefere Verkaufszahlen. Schliesslich führten die rekordtiefen Treibstoffpreise zu einem leicht rückläufigen Einsatz der Reka-Schecks.

Das konnte Reka indessen mit Neukunden und der neueingeführten bargeldlosen Bezahlkarte Reka-Lunch für die vergünstigte Mitarbeiterverpflegung zum grossen Teil kompensieren.

In der Feriensparte nahmen die Übernachtungen in den von Reka vermieteten Ferienwohnungen um knapp fünf Prozent ab. Nach einem erfreulichen Winter gingen die Buchungen wegen der Frankenstärke im Sommer zurück.

Die Vermietungserträge in der Schweiz blieben indessen bei 23,5 Millionen Franken gleich hoch wie im Vorjahr. Insgesamt setzte Reka-Ferien 31,6 Millionen Franken um nach 30,8 Millionen im Vorjahr.

Treiber in der Schweiz waren die Reka-Feriendörfer, wo der Vermietungsertrag um 5,4 Prozent stieg. Im Auslandgeschäft, wo Reka vor allem Badeferien für Familien am Mittelmeer anbietet, erhöhte sich die Nachfrage dank des billigen Euro leicht. Da Reka die Währungsvorteile weitergab, blieb unter dem Strich aber ein Minus von 14,6 Prozent in Franken.

Das einzige Reka-Ferienresort im Ausland, Golfo del Sole in der Toskana, erzielte das beste Ergebnis seiner Geschichte. Im April eröffnet die Anlage mit renovierten Wohnungen, Hotelzimmern und Restaurants.

(SDA)


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