“Now it’s going up the sausage”

“Now it’s going up the sausage”
© (KEYSTONE/Christian Beutler) Drittklaessler arbeiten in ihrem Englischheft waehrend dem Englischunterricht im Schulhaus Feld am 25. September 2014 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Im internationalen Vergleich sprechen Menschen in der Schweiz nur mittelmässig Englisch. Und das Schlimmste: Österreicher und Deutsche schneiden in einem Ranking der Sprachschule “EF” deutlich besser ab als die Eidgenossen. Naja, irgendwie verständlich, wenn man diese Umfrage des Morgen-Joe’s hört.

Die Schweizer tun sich mit der englischen Sprache schwer. Trotz vielen Anglizismen in unserer Alltagssprache und omnipräsenten Einflüssen aus den Vereinigten Staaten. Die Schweiz landet in einer Sprachstudie der “EF”-Schulen auf Platz 19 von insgesamt 70 Ländern; hinter Österreich und Deutschland (Ränge 10 und 11), aber auch hinter Englisch-“Hochburgen” wie Portugal (13.) und Rumänien (16.).

Während sich die Deutschschweiz gegenüber dem Vorjahr minimal verbessern konnte, sei das Ergebnis in der Westschweiz noch schlechter als im letzten Jahr, teilte “EF Education First” mit. Wie eine Umfrage des Morgen-Joe’s zeigt, haben sie vor allem Mühe mit den Sprichwörtern:

Ganz viele Schweizer Sprichwörter auf Englisch übersetzt gibt es auch auf der Seite “I think I spider“. Ein Besuch lohnt sich.

Und hier noch die richtigen Übersetzungen:

Nicht alle Nachbarländer sprechen besser Englisch

Dass unsere Nachbarländer besser Englisch sprechen als wir, schmerzt in vielerlei Hinsicht. Vor allem weil wir uns der verbalen Wahrnehmung nach unseren Nachbarn stets überlegen fühlen. Auch “dank” kautzigen Promi-Pärchen wie den “Jottas”, welche die angelsächsische Sprache mit ihrem Kauder-Englisch immer wieder aufs Neue missbrauchen – und uns stets das Bild des wenig anglo-affinen, überforderten Deutschen vermitteln.

Auf der anderen Seite sei an dieser Stelle aber auch festgehalten, dass unser schlechtes Abschneiden nicht überraschend kommt. Allen Schweizer Urlaubern, die im Ausland bereits andere Landesgenossen auf Englisch parlieren gehört haben, drängt sich der Schluss auf, dass es mit den Englischkenntnissen in unserem Land nicht zum Besten steht. Die Latte für sprachliche Patzer liegt ausgesprochen tief. Ersparen wir uns weitere Erklärungsversuche. Das tönt im Prinzip in etwa so:

Was wir dagegen tun können?! Büffeln, büffeln und nochmals büffeln. Ein mustergültiges, wenn auch noch nicht ganz akzentfreies Beispiel hierfür ist unser Ostschweizer Vorzeigefussballer Tranquillo Barnetta. Sein Klub in Philadelphia schickt ihn zur besseren Integration zur Sprachschule. Hier die sprachlichen Fortschritte von “Quillo”:

Wir resümieren: Die Schweiz hat in Sachen Englisch Nachholbedarf. Aber zu verstecken brauchen wir uns mit unseren sympathischen Ausrutschern ebenfalls nicht. Unsere Nachbarländer Italien (28.) und Frankreich (37.) haben in der Englisch-Studie nämlich noch viel mehr abgeschifft. Ein kleiner Trost am Rande.

Die besten Englischsprecher ausserhalb der USA und Grossbritannien finden sich übrigens in Schweden, den Niederlanden und Dänemark. (mla)


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