Schweizer sind keine Gartenzwerge

Die Deutschschweizer sind begeistert vom Gärtnern.
Die Deutschschweizer sind begeistert vom Gärtnern. © Keystone/Samuel Truempy
Gemäss einer neuen repräsentativen Umfrage pflanzen zwei Drittel der Deutschschweizer Bevölkerung im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder anderswo Gemüse, Obst und Blumen an. Dabei verbringen sie im Durchschnitt 216 Stunden pro Jahr mit Gartenarbeit.

Gärtnern ist ein Lieblingshobby der Bevölkerung in der deutschen Schweiz: Zwei von drei Männern und Frauen im Alter zwischen 14 und 65 Jahren (64%) pflanzen Blumen, Kräuter, Gemüse oder Obst an. Und sie tun dies sehr intensiv: im Durchschnitt vier Stunden pro Woche, was aufs Jahr gerechnet einem Total von 216 Stunden entspricht.

Frauen sind besonders fleissig

Die Gärtnerinnen verbringen im Jahr durchschnittlich 241 Stunden mit Gartenarbeit, im Gegensatz zu den Männern mit “nur” 188 Stunden.

Am beliebtesten ist Gartenarbeit bei den 30- bis 39-Jährigen: Dreiviertel von Ihnen (73%) pflanzen Blumen, Gemüse, Kräuter, Obst und Ähnliches an. Nur geringfügig weniger tun dies die 40- bis 49-Jährigen (67%). Bei den 50- bis 65-Jährigen gärtnern 61%, und auch bei den 14- bis 29-Jährigen geben knapp sechs von zehn (58%) an, dies zu tun.

Schreber- und Gemeinschaftsgärten sind out

Mehr als die Hälfte der befragten Hobbygärtner und -gärtnerinnen pflanzt auf dem Balkon oder im eigenen Garten an (insgesamt 58%). Der klassische Schrebergarten hingegen wird nur noch wenig genutzt: Gerade einmal 3% betreiben eine dieser kleinen Gartenparzellen in Gemeinschaftsanlagen. Auch die moderne Form der Gemeinschaftsgärten, wie sie im Rahmen der Urban-Gardening-Bewegung propagiert wird, stösst in der deutschen Schweiz mindestens vorläufig noch auf wenig Gegenliebe: Nur knapp jeder Hundertste (0,8%) pflanzt so Gemüse an.

Die repräsentative Umfrage zum Thema Gartenjahr 2016 wurde von dem auf Online-Marktforschung spezialisierten Institut Marketagent.com Schweiz AG durchgeführt. Dabei wurden in der ersten Juliwoche 2016 500 Personen aus der Deutschschweiz im Alter zwischen 14 und 65 Jahren befragt.

(red.)


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