Schweizer Tourismusbranche reagiert auf steigende Zahl an Senioren

Senioren, die mit dem Rollator unterwegs sind, sind froh um stufenlose Wege. (Symbolbild)
Senioren, die mit dem Rollator unterwegs sind, sind froh um stufenlose Wege. (Symbolbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Suche nach behindertengerechten Hotels in der Schweiz soll einfacher werden. Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus wollen künftig Informationen zur Barrierefreiheit in den Hotels online stellen. Die Branche reagiert damit auf die wachsende Zahl an Senioren.

Diese seien die “treibende Kraft des barrierefreien Tourismus”, schreiben hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus in einer Medienmitteilung vom Freitag. Gemäss einer europäischen Studie bestünden beim barrierefreien Reisemarkt Wachstumspotenziale von bis zu 75 Prozent.

“Jede Bemühung, Reisebarrieren zu reduzieren oder ganz aus dem Weg zu schaffen, erzeugt zusätzliche Gästepotenziale”, wird Martin Nydegger von Schweiz Tourismus zitiert. Von schwellenlosen Wegen und Haltegriffen in der Dusche profitierten nicht nur Menschen, die im Rollstuhl sitzen, sondern auch Familien mit Kinderwagen, Schwangere und Senioren.

In der Schweiz ist die Suche nach behindertengerechten Hotels aber noch schwierig. Diese “unbefriedigende Situation der fehlenden und mangelhaften Informationen auf den verschiedenen Vermarktungsplattformen” müsse rasch behoben werden, heisst es in der Medienmitteilung.

In den nächsten zwei Jahren sollen daher standardisierte Informationen zur Barrierefreiheit in den Hotels erfasst werden. Diese werden anschliessend auf Online-Plattformen wie swisshoteldirectory.ch und Myswitzerland.com veröffentlicht.

Barrierefreiheit werde dabei breit definiert, hiess es. Sie beinhalte rollstuhlgängige Infrastruktur, aber auch beispielsweise Angebote bei Seh- oder Hörbehinderung.

Die Claire & George Stiftung, die das Projekt initiiert hatte, hat zusammen mit Behindertenorganisationen insgesamt rund zwei Dutzend Kriterien definiert, die die Suche nach dem geeigneten Hotel erleichtern sollen. Unterstützt wird das Projekt von Innotour, dem Förderinstrument vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

(SDA)


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