SCL Tigers fehlt noch ein Sieg vom Ligaerhalt

Wurde nach dem ersten Tor der SCL Tigers gefeiert: Yannick-Lennart Albrecht
Wurde nach dem ersten Tor der SCL Tigers gefeiert: Yannick-Lennart Albrecht © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Die SCL Tigers kommen im fünften Duell des NLA-Playouts als erstes Team zu einem Auswärtssieg. Die Langnauer setzen sich in Biel 3:1 durch, womit ihnen noch ein Sieg zum Ligaerhalt fehlt. Die Fans des EHCB trauten am Ostermontag im neuen Bieler Eispalast ihren Augen nicht.

Die SCL Tigers waren beim 3:1-Auswärtssieg gegenüber den ersten beiden Auftritten im Seeland in dieser Serie (1:6 und 0:3) nicht mehr wiederzuerkennen. Die Langnauer gingen im fünften Spiel schon nach 234 Sekunden durch Yannick-Lennart Albrecht in Führung. Biel schaffte nach 24 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis durch Mathieu Tschantré den 1:1-Ausgleich. Sieben Minuten später brachte Thomas Nüssli die Gäste aber wieder in Führung. Und diesen Vorsprung brachten die Tigers über die Zeit.

Erst im Finish und mit sechs gegen vier Feldspielern drückte Biel noch vehement auf den Ausgleich. Als der Langnauer Sven Lindemann aber von der Strafbank zurückkehren konnte, trudelte sogleich der Puck zu ihm, und Lindemann konnte sieben Sekunden vor Schluss unbedrängt die Scheibe zum 3:1 ins leere Goal einschieben.

Die Langnauer setzten sich verdientermassen durch. Trotz 49:22 Torschüssen erspielte sich Biel nicht viele gute Abschlussmöglichkeiten. Langnaus Goalie Damiano Ciaccio (48 Paraden) hexte zum zweiten Mal in dieser Serie (nach dem 1:0 in Spiel 2) sein Team mit fast 50 Paraden zum Sieg. Sein Gegenüber, Biels Lukas Meili, liess vor dem ersten Gegentor die Scheibe abprallen. Das 1:2 ermöglichte Biel mit einem miserablen Spielerwechsel.

Die sechste Partie findet am Donnerstag in Langnau statt. Die Serie zwischen den beiden Berner Teams wird auch dann zu Ende gespielt, wenn Ajoie am Dienstag in Rapperswil den NLB-Meistertitel holen sollte, obwohl dann kein Team aus der NLA absteigen würde.

Telegramm:

Biel – SCL Tigers 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

6319 Zuschauer. – SR Kurmann/Massy, Kovacs/Tscherrig. – Tore: 4. Albrecht (Kevin Clark, Nüssli) 0:1. 25. Tschantré (Earl, Moss/Ausschluss Yves Müller) 1:1. 32. Nüssli (Hecquefeuille) 1:2. 60. (59:53) Sven Lindemann (Hecquefeuille) 1:3 (ins leere Tor). – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Biel, 8mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Gaetan Haas; DiDomenico.

Biel: Meili; Maurer, Jelovac; Dave Sutter, Huguenin; Dufner, Nicholas Steiner; Fröhlicher, Wellinger; Herburger, Earl, Julian Schmutz; Moss, Gaëtan Haas, Fabian Lüthi; Tschantré, Olausson, Rossi; Dostoinov, Dünner, Joggi.

SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Koistinen; Hecquefeuille, Ronchetti; Zryd, Adrian Gerber; Yves Müller; Sandro Moggi, DiDomenico, Tobias Bucher; Kevin Clark, Albrecht, Nüssli; Wyss, Schirjajew, Nils Berger; Sven Lindemann, Lukas Haas, Kim Lindemann; Claudio Moggi.

Bemerkungen: Biel ohne Spylo (krank), Fey, Ehrensperger, Macenauer und Rytz, SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Anton Gustafsson, Jordy Murray und Kyle Wilson (alle verletzt). – Timeouts: Biel (58.); SCL Tigers (53.).

(SDA)


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