SCL Tigers gewinnen packendes Spiel gegen Biel 6:5

Auf Biegen und Brechen: Der Bieler Julian Schmutz (links) und Langnaus Dan Weisskopf kämpfen mit harten Bandagen
Auf Biegen und Brechen: Der Bieler Julian Schmutz (links) und Langnaus Dan Weisskopf kämpfen mit harten Bandagen © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Im Abstiegs-Playoff endet auch die vierte Partie zwischen Biel und den SCL Tigers mit einem Heimsieg. Langnau besiegt Biel vor 6000 Zuschauern mit 6:5. Den SCL Tigers gelang am Ostersamstag eine offensive Erlösung.

In den letzten fünf Partien, den ersten unter Notnageltrainer Scott Beattie (von Visp gekommen), skorten die Emmentaler nur gerade fünf Goals. Gegen Biel schossen sich die Langnauer aber den offensiven Frust der letzten Wochen von der Seele. Drei Tore innerhalb von acht Minuten vom 0:0 zum 3:0 läuteten das Torspektakel im zweiten Abschnitt ein. Und weil Langnau für einmal Goals am Laufmeter produzierte, spielte es nicht einmal eine Rolle, dass die Emmentaler diesen Dreitorevorsprung noch verspielten.

Innerhalb von weniger als zehn Minuten machte Biel aus dem 0:3 ein 4:4. Die Linie mit den Kanadiern Maxime Macenauer (2 Tore) und David Moss (3 Assists) fand für Biel den Aufwind. Die entscheidende Einzelleistung gelang indessen dem Langnauer Chris DiDomenico. Mit einem Kraftakt bereitete er Sandro Moggis 5:4 in der 53. Minute vor. Langnau ging 68 Sekunden vor Schluss durch Lukas Haas sogar noch mit 6:4 in Führung, ehe Biel durch Gaetan Haas nochmals herankam. Die Seeländer erspielten sich im Finish sogar noch eine Möglichkeit zum 6:6-Ausgleich.

Langnaus Sieg und der 2:2-Ausgleich in der Serie waren am Ende aber verdient. Die 6000 Zuschauer in der erneut ausverkauften Langnauer Eishalle bejubelten nicht nur den Sieg der eigenen Mannschaft euphorisch, sondern auch bei jeder Totomat-Durchgabe Ajoies dritten Erfolg in der NLB-Finalserie gegen die Lakers. Wenn die Jurassier die NLB-Meisterschaft gewinnen, sind Biel und Langnau alle Abstiegssorgen los.

SCL Tigers – Biel 6:5 (0:0, 3:1, 3:4)

6000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Wehrli/Wiegand, Bürgi/Wüst. – Tore: 28. Koistinen (DiDomenico/Ausschluss Gaetan Haas) 1:0. 34. Sven Lindemann (Schirjajew) 2:0. 36. Hecquefeuille (Kevin Clark, DiDomenico/Ausshcluss Moss) 3:0. 39. Macenauer (Ausschlüsse Albrecht, Koistinen) 3:1. 42. Macenauer (Dufner, Moss/Ausschlüsse Koistinen; Julian Schmutz) 3:2. 43. Albrecht (Kevin Clark) 4:2. 45. Earl (Moss/Ausschlüsse Kevin Clark, Schirjajew; Nicholas Steiner) 4:3. 49. Gaetan Haas (Moss) 4:4. 53. Sandro Moggi (DiDomenico) 5:4. 59. (58:52) Lukas Haas (Schirjajew, Wyss) 6:4. 60. (59:19) Gaetan Haas (Earl/Ausschluss Ronchetti) 6:5 (ohne Torhüter). – Strafen: je 8mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Gaetan Haas.

SCL Tigers: Ciaccio; Hecquefeuille, Ronchetti; Stettler, Koistinen; Zryd, Adrian Gerber; Weisskopf, Yves Müller; Sandro Moggi, Tobias Bucher, DiDomenico; Kevin Clark, Albrecht, Nüssli; Lukas Haas, Schirjajew, Sven Lindemann; Wyss, Nils Berger, Kim Lindemann.

Biel: Meili; Maurer, Jelovac; Dufner, Nicholas Steiner; Wellinger, Jecker; Dave Sutter, Huguenin; Herburger, Earl, Julian Schmutz; Moss, Macenauer, Fabian Lüthi; Daniel Steiner, Olausson, Dostoinow; Wetzel, Gaetan Haas, Joggi.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Anton Gustafsson, Jordy Murray, Kyle Wilson (alle verletzt) und Claudio Moggi (gesperrt), Biel ohne Ehrensperger, Fey, Simon Rytz, Spylo (alle verletzt) und Tschantré (krank). – Timeout Biel (59:07).

(SDA)


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