Sebastian Koch hält Unschuldsvermutung für sehr wichtig

Schauspieler Sebastian Koch hält Unschuldsvermutung im deutschen Strafrecht für extrem wichtig (Archiv)
Schauspieler Sebastian Koch hält Unschuldsvermutung im deutschen Strafrecht für extrem wichtig (Archiv) © Keystone/APA/HERBERT PFARRHOFER
Der Schauspieler Sebastian Koch hält die Unschuldsvermutung im deutschen Strafrecht für äusserst wichtig. 

«Es gibt nichts Schlimmeres, als jemanden unschuldig 20 Jahre lang einzusperren. Das ist der grösste Horror», sagte der 54-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in München anlässlich des Kinostarts des Dramas «Im Namen meiner Tochter – Der Fall Kalinka».

Der Film erzählt von André Bamberski, der fest davon überzeugt ist, dass seine Tochter von ihrem Stiefvater getötet wurde. Jahrzehntelang sucht er nach Beweisen und ringt mit der Justiz, um diesen Mann ins Gefängnis zu bringen.

Die Besessenheit des Vaters habe ihn gereizt, die Rolle des Stiefvaters Dieter Krombach anzunehmen, erklärte Koch. “Die Tatsache, dass ein Mensch fast 30 Jahre seines Lebens, sein ganzes Leben eigentlich, damit verbringt, Gerechtigkeit einzufordern. Ist das richtig, lohnt sich das? Kann man so leben und sagen, er kommt mir nicht davon?”

Bamberskis Wunsch nach Genugtuung sei verständlich, wenngleich er dafür alles verloren habe, seinen Beruf, seine Frau, seine Familie. “Aber hat es sich gelohnt? Ich wünsche mir, dass ich das so nicht machen würde”, sagte der Schauspieler.

(SDA)


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