Sechs Chinesen ohne Arbeitsbewilligung bei Baoshida Swissmetal

Fabrikgelände der Swissmetal in Reconvilier: Hier sollen drei Chinesen ohne Arbeitsbewilligung gearbeitet haben (Archiv).
Fabrikgelände der Swissmetal in Reconvilier: Hier sollen drei Chinesen ohne Arbeitsbewilligung gearbeitet haben (Archiv). © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Das Arbeitsinspektorat des Kantons Bern hat einen Fall von illegaler Arbeit bei der chinesischen Firma Baoshida Swissmetal in Reconviler (BE) und in Dornach (SO) aufgedeckt. Sechs chinesische Arbeiter waren ohne die nötigen Arbeitsbewilligungen angestellt.

Drei Personen davon hätten in Reconvilier und drei in Dornach gearbeitet, sagte Chefkontrolleur Stefan Hirt am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit eine Information von Radio RTS.

Bei der Kontrolle durch die Arbeitsinspektoren waren die chinesischen Staatsangehörigen nicht in der Lage, Arbeitsbewilligungen für die Schweiz vorzulegen. Laut Radio RTS hatten sie ein Business-Visum, das ihnen erlaubt in der Schweiz Handel zu treiben, aber nicht zu arbeiten. Deshalb alarmierten die Inspektoren die Polizei. Nun muss sich die kantonale Volkswirtschaftsdirektion damit befassen.

Die Arbeiter waren in die Schweiz geschickt worden, um eine Presse aus dem solothurnischen Werk in das Werk im bernischen Jura zu transportieren – dies im Rahmen der Konzentration der Produktion in Reconvilier. Ab 2018 will der Metallverarbeiter nur noch in Reconvilier produzieren. Die Massnahme soll Kosten reduzieren und Lieferzeiten minimieren.

Die chinesische Beteiligungsgesellschaft Baoshida hatte die beiden Swissmetal-Werke in Reconvilier und Dornach im Januar 2013 übernommen, nachdem Swissmetal in Liquidation gegangen war.

(SDA)


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