Sechs Personen wegen Bestechung angeklagt

Das Gebäude des Bundesamtes für Umwelt.
Das Gebäude des Bundesamtes für Umwelt. © KEYSTONE/Christian Beutler
Die Bundesanwaltschaft klagt sechs Personen an, die in den Korruptionsskandal beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) verwickelt gewesen sein sollen. Bei der Vergabe von IT-Projekten sollen Schmiergelder geflossen sein.

Unter den Angeklagten ist ein ehemaliger Sektionschef des BAFU, wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Er wird sich wegen ungetreuer Amtsführung verantworten müssen. Zudem wirft ihm die Bundesanwaltschaft vor, sich bestechen lassen zu haben.

Einer der Hauptangeklagten ist laut Bundesanwaltschaft ein ehemaliger externer IT-Projektleiter. Er wird unter anderem wegen ungetreuer Amtsführung sowie Bestechens angeklagt.

Die übrigen Angeklagten müssen sich wegen Bestechens oder wegen Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung vor Gericht verantworten. Die Strafanträge wird die BA erst anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht bekanntgeben.

Ein Beschuldigter in dem Fall ist bereits verurteilt: Ein Geschäftsführer einer Firma, der einen Projektleiter beim BAFU bestochen hatte, wurde vergangenen Sommer per Strafbefehl wegen Bestechung und der Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung verurteilt. Er musste eine Busse von 21’600 Franken (80 Tagessätze à 270 Franken) bezahlen.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit 2010 wegen ungetreuer Amtsführung im BAFU. Unter anderem wegen dieser Strafuntersuchung stoppte das BAFU 2012 ein millionenschweres Informatikprojekt. Der Verlust soll 6,1 Millionen Franken betragen haben. Das BAFU trennte sich darauf vom zuständigen Informatikleiter.

(SDA


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