Sechste Niederlage in Folge des SC Bern

Berns Torhüter Jakub Stepanek einmal mehr geschlagen
Berns Torhüter Jakub Stepanek einmal mehr geschlagen © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Auch gegen das NLA-Schlusslicht Biel hat es nicht geklappt: Der SC Bern bleibt zum sechsten Mal in Folge sieglos. Er verliert in der 41. Runde 3:4 nach Verlängerung.

Sechs Niederlage in Folge – eine solche Serie von Negativerlebnissen musste der stolze SCB seit dem Wiederaufstieg in die NLA vor 30 Jahren noch nie einstecken. Die Quittung für die blamablen Vorstellungen en masse ist der Fall unter den Strich. Letztmals die volle Punktzahl einfahren konnten die Berner vor mittlerweile mehr als einem Monat mit dem 3:1-Sieg in Fribourg.

Der Wille war den Bernern im Duell der schlechtesten beiden NLA-Teams des neuen Jahres erneut nicht abzusprechen. Wie gross die Verunsicherung aber ist, zeigte sich kurz vor Spielmitte, als der SCB innerhalb von 18 Sekunden eine 2:0-Führung verspielte. Nur mit Glück und dank einem starken Torhüter Jakub Stepanek hielt sich die Mannschaft danach im Spiel. Bereits vor dem Bieler Doppelschlag hatte Stepanek bei einem Penalty von Gaëtan Haas einen Treffer mit einer starken Reaktion verhindert.

An diesem Wochenende konnte Bern immerhin wieder mit vier gesunden Ausländern antreten. Am Sonntag gab Andrew Ebbett nach einer verletzungsbedingten Pause von dreieinhalb Monaten sein Comeback. Der kanadische Stürmer veredelte seine Rückkehr gleich mit dem Treffer zum 2:0 in der 26. Minute. Aber auch seine Rückkehr leitete die Wende zum Guten nicht ein.

Den zweiten Vorsprung – Beat Gerber schoss Bern in der 38. Minute 3:2 in Führung – verspielte die taumelnde Equipe ebenfalls auf völlig unnötige Weise. Wegen wiederholten Reklamierens von der Bank kassierte Bern 36 Sekunden vor der zweiten Pause eine Strafe. Und Biels Anthony Huguenin glich in Überzahl drei (!) Sekunden vor der Sirene tatsächlich noch aus.

Während Bern wahrscheinlich in seiner grössten sportlichen Krise seit 30 Jahren steckt, freute sich Biel in der ausverkauften Arena über den ersten Saisonerfolg gegen den Kantonsrivalen im vierten Duell. Massgeblichen Anteil am Prestigesieg hatte der Amerikaner David Moss, der erstmals in der NLA zwei Treffer erzielte, darunter den Siegtreffer nach nur 38 Sekunden der Verlängerung.

Resultat und Tabelle:

Biel – Bern 4:3 (0:1, 3:2, 0:0, 1:0) n.V. – 6521 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kurmann/Massy, Kohler/Küng. – Tore: 10. Roy (Untersander/Ausschluss Rossi) 0:1. 26. Ebbett (Bodenmann, Flurin Randegger) 0:2. 30. (29:32) Spylo (Haas) 1:2. 30. (29:50) Moss (Maurer, Arlbrandt) 2:2. 38. Gerber (Conacher) 2:3. 40. (39:57) Huguenin (Herburger/Ausschluss Roy) 3:3. 61. (60:38) Moss (Haas, Macenauer) 4:3. – Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Biel, 8mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Arlbrandt; Conacher.

Biel: Rytz; Jelovac, Wellinger; Maurer, Dufner; Dave Sutter, Huguenin; Nicholas Steiner, Jecker; Tschantré, Joggi, Lüthi; Arlbrandt, Macenauer, Moss; Rossi, Haas, Spylo; Herburger, Fabian Sutter, Berthon.

Bern: Stepanek; Krueger, Untersander; Helbling, Gerber; Jobin, Flurin Randegger; Müller, Gian-Andrea Randegger; Scherwey, Plüss, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Bodenmann, Ebbett, Luca Hischier; Alain Berger, Reichert, Pascal Berger.

Bemerkungen: Biel ohne Wetzel (verletzt), Olausson, Fey, Daniel Steiner und Ehrensperger (alle überzählig), Bern ohne Bergenheim, Blum, Bührer, Kobasew, Dubois, Kreis, Ness, Smith (alle verletzt) und Kousa (überzähliger Ausländer). Jelovac verletzt ausgeschieden (37.). Timeout Bern (29:50). Haas verschiesst Penalty (24.).

1. ZSC Lions 42/81 (142:101). 2. Zug 39/73 (131:102). 3. Genève-Servette 40/72 (131:111). 4. Lugano 42/71 (131:120). 5. Davos 39/68 (129:108). 6. Fribourg-Gottéron 42/63 (124:133). 7. Ambri-Piotta 41/56 (117:134). 8. Lausanne 42/56 (102:122). 9. Bern 42/55 (127:135). 10. Kloten Flyers 41/53 (119:124). 11. SCL Tigers 40/49 (111:132). 12. Biel 42/41 (105:147).

(SDA)


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