Selbstfahrende Züge bei der Südostbahn

Hat der Voralpen-Express schon bald ausgedient? (Archiv)
Hat der Voralpen-Express schon bald ausgedient? (Archiv) © KEYSTONE/ROGER DOELLY
Der Voralpen-Express, der sich von St.Gallen nach Luzern durch die Landschaft schlängelt, ist in die Jahre gekommen. Das merkt man spätestens, wenn man darin sitzt. Die Südostbahn SOB will auf der Voralpen-Express-Strecke nun selbstfahrende Züge testen – als Erste in der Schweiz.

«Wir sehen Strecken, wo wir das tatsächlich umsetzen könnten», sagt Thomas Küchler, Direktor der SOB gegenüber dem SRF. Momentan läuft eine Vorstudie zum Pilotprojekt selbstfahrende Züge, diese soll jedoch bald fertig sein.

Testfahrten in wenigen Jahren

Bereits in zwei oder drei Jahren sollen erste selbstfahrende Züge auf normalen Bahnstrecken getestet werden. Einige Streckenabschnitte zwischen St.Gallen und Luzern eignen sich dafür besonders. Dort gibt es wenig Bahnverkehr und die Bevölkerung sei dort weniger stark betroffen, sagt Thomas Küchler von der SOB.

Akzeptanz bei der Bevölkerung

Die selbstfahrende Bahn soll mit Sensoren ausgestattet werden, welche Tiere oder Menschen auf einem Gleis erkennen sollen. Trotzdem bleibt fraglich, ob die Schweizerische Bevölkerung einen Zug ohne Lokführer akzeptiert. Der SOB stellen sich in Zukunt heikle und sensible Fragen. Technisch ist laut Thomas Küchler bereits Vieles möglich. «In fünf bis zehn Jahren könnten führerlose Züge die Standardtechnologie sein», sagt Thomas Küchler gegenüber SRF.

Bewilligung ausstehend

Bevor selbstfahrende Züge jedoch weiter getestet und allenfalls eingesetzt werden können, braucht es eine Bewilligung des Bundesamtes für Verkehr. Dieses muss sowohl den Betrieb, als auch die Finanzierung der selbstfahrenden Züge bewilligen.

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(enf)


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