Servettes Fluch gegen Zug hält an

Zugs Goalie Tobias Stephan wird von seinen Kollegen nach den Penaltyschiessen beglückwünscht
Zugs Goalie Tobias Stephan wird von seinen Kollegen nach den Penaltyschiessen beglückwünscht © KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Genève-Servette kann gegen Zug einfach nicht mehr gewinnen. Die Genfer, die ihre letzten vier Partien alle siegreich gestaltet haben, verlieren nach 3:1-Führung noch mit 3:4 nach Penaltyschiessen.

Es war die zwölfte Niederlage der Genfer gegen den EVZ in Folge. Dass der Fluch weitergeht, lag nicht zuletzt an Roe Garrett und Dominik Schlumpf, die im dritten Abschnitt die beiden Zuger Treffer zum 3:3-Ausgleich schossen. Schlumpf war nach einer Verletzungspause in die Aufstellung zurückgekehrt.

Nachdem sie in der Verlängerung eine Strafe überstanden hatten, sicherte ausgerechnet Josh Holden den Zentralschweizern mit dem entscheidenden Penalty den Zusatzpunkt. Holden, der normalerweise nur noch in der Swiss League bei der EVZ Academy zum Einsatz kommt, spielte für den abwesenden Viktor Stalberg.

Stalberg steht derzeit wie Servettes Henrik Tömmernes und Johan Fransson mit dem schwedischen Nationalteam in Moskau im Einsatz. Die Genfer, die erneut auch ohne Trainer Craig Woodcroft (mit Kanada in Moskau) auskommen mussten, kamen mit den Absenzen vorerst besser zurecht. Zwar ging Zug durch David McIntyre in Führung, dann aber drehte Servette die Partie mit drei Treffern in Folge. In den Mittelpunkt spielte sich dabei Arnaud Jacquemet, dem im 29. Spiel seine ersten beiden Saisontreffer gelangen.

Dass Zug noch einmal in die Partie zurückfand und letztlich auch siegte, hatten sich die Genfer auch ein wenig selbst zuzuschreiben. Nach ihrem dritten Treffer kassierten sie zu viele Strafen, so dass im Finish etwas die Energie zu fehlen schien. Zudem vergaben sie zahlreiche ausgezeichnete Möglichkeiten. Eine halbe Minute vor Ablauf der Verlängerung hatte Servette durch Tanner Richard noch einen Pfostenschuss zu beklagen.

Genève-Servette – Zug 3:4 (1:1, 2:0, 0:2, 0:0) n.P.

5467 Zuschauer. – SR Dipietro/Stricker, Kaderli/Progin. – Tore: 9. McIntyre (Ausschluss Traber) 0:1. 19. Jacquemet (Richard/Ausschlüsse Leeger, Morant) 1:1. 28. (27:34) Simek (Vukovic, Riat/Ausschluss Diem) 2:1. 29. (28:49) Jacquemet (Da Costa, Spaling) 3:1. 51. Roe (Forrer) 3:2. 54. Schlumpf (Ausschluss Bezina) 3:3. – Penaltyschiessen: Richard -, Roe 0:1; Loeffel 1:1, Kast -; Spaling -, McIntyre -; Forget -, Klingberg -; Da Costa -, Lammer -; Roe -, Loeffel -; Roe -, Da Costa -; Holden 1:2, Rod -. – Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Mercier) gegen Genève-Servette, 5mal 2 plus 10 Minuten (Leeger) gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Richard; Roe.

Genève-Servette: Giovannini; Loeffel, Bezina; Vukovic, Petschenig; Jacquemet, Mercier; Wyniger; Da Costa, Richard, Spaling; Schweri, Romy, Simek; Wick, Rubin, Riat; Traber, Forget, Douay; Rod.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Fohrler; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Roe, Zehnder; Schnyder, Diem, Kast; Haberstich, Holden, Senteler; Forrer.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Trainer Woodcroft (Nationalteam Canada), Fransson, Tömmernes (Nationalteam Schweden), Almond, Bays, Gerbe, Hasani, Massimino und Mayer (alle verletzt), Zug ohne Stalberg (Nationalteam Schweden), Grossmann, Helbling und Martschini (alle verletzt). Lattenschuss Spaling (10.). Pfostenschuss Richard (65.). Timeouts Zug (39.) und Genève-Servette (63.).

Rangliste: 1. Bern 29/63 (107:64). 2. Lugano 29/56 (98:74). 3. Davos 30/50 (87:93). 4. ZSC Lions 30/49 (95:83). 5. Zug 29/48 (87:74). 6. Fribourg-Gottéron 29/46 (76:83). 7. Biel 31/46 (87:88). 8. Genève-Servette 31/42 (74:86). 9. SCL Tigers 30/40 (84:89). 10. Lausanne 30/40 (86:97). 11. Ambri-Piotta 30/33 (79:97). 12. Kloten 30/24 (64:96).

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen