Shell löst Mietvertrag für Bohrinsel vorzeitig auf

Greenpeace-Floss mit der Ölbohrinsel Polar Pioneer im Hintergrund: Der Energiekonzern Shell will den Mietvertrag für die Bohrinsel vorzeitig auflösen (Archiv).
Greenpeace-Floss mit der Ölbohrinsel Polar Pioneer im Hintergrund: Der Energiekonzern Shell will den Mietvertrag für die Bohrinsel vorzeitig auflösen (Archiv). © KEYSTONE/AP/ELAINE THOMPSON
Der Energiekonzern Shell will die umstrittene Ölbohrinsel “Polar Pioneer” nicht weiter nutzen. Der Mietvertrag für die Plattform in der Arktis werde vorzeitig aufgelöst, teilte der Betreiber Transocean am Montag mit. Der Vertrag wäre eigentlich noch bis Juli 2017 weitergelaufen.

Deshalb soll Transocean als Kompensation mit einer einmaligen Zahlung entschädigt werden, wie es hiess. Diese beinhalte einen Ausgleich für reduzierte Betriebskosten sowie für die Rückführung der Bohrinsel nach Norwegen. Über die Höhe des Betrags wurden keine Angaben gemacht.

Shell hatte mit der Plattform Probebohrungen vor der Küste Alaskas durchgeführt. Zu den Gründen für die vorzeitige Auflösung des Mietvertrags machte Transocean keine Angaben. Allerdings haben in den letzten Monaten aufgrund des rekordtiefen Ölpreises verschiedene Ölfirmen ihre Investitionen gekürzt und Förderprojekte auf Eis gelegt.

Die Ölbohrplattform “Polar Pioneer” geriet im Frühling dieses Jahres in die Schlagzeilen, als sie von Greenpeace-Aktivisten besetzt wurde. Diese protestierten mit der Aktion gegen die Ausbeutung von Rohstoffen in der Arktis. Ungeachtet dessen hatte US-Präsident Barack Obama Shell unter Auflagen Öl- und Gasbohrungen in der Arktis erlaubt.

(SDA)


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