Sicherheitsrat verlängert UNO-Mission im Südsudan um zwei Wochen

UNO-Blauhelme sind in einem Flüchtlingslager für Nuer in Juba präsent. (Archiv)
UNO-Blauhelme sind in einem Flüchtlingslager für Nuer in Juba präsent. (Archiv) © Keystone/AP/JASON PATINKIN
Der UNO-Sicherheitsrat hat die Blauhelm-Mission im Südsudan um zunächst zwei Wochen verlängert. Das Mandat der UNO-Mission im Südsudan (Unmiss), das sonst am Sonntag abgelaufen wäre, wurde bis zum 12. August verlängert.

Die Zeit soll genutzt werden, um die Mission aufzustocken und ihr Mandat zu stärken. Das ostafrikanische Staatenbündnis Igad hat vorgeschlagen, die 13’500 Blauhelm-Soldaten zum Schutz der Zivilbevölkerung durch eine Eingreiftruppe zu ergänzen.

Die UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, forderte den Sicherheitsrat am Freitag auf, dem Vorschlag zuzustimmen. Das Ziel der regionalen Friedenstruppe sei, wieder für ein “sicheres Umfeld” in der südsudanesischen Hauptstadt Juba zu sorgen.

In ihrer jetzigen Form habe sich die UNO-Truppe als “unfähig und in manchen Fällen auch unwillig” erwiesen, die Gewalt zu verhindern. Im Rahmen von Unmiss sind auch einige Soldaten der Bundeswehr im Südsudan.

Der Südsudan war Anfang Juli wieder von heftigen Kämpfen zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar erschüttert worden, fast 300 Menschen wurden getötet. Die Gefechte liessen ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs befürchten, der das Land seit Dezember 2013 zerrissen hatte.

Der einstige Vizepräsident Machar hatte sich Ende 2013 mit seinem langjährigen Rivalen Kiir überworfen und an die Spitze einer Rebellenbewegung gestellt. Nach einem blutigen Bürgerkrieg einigten sich die beiden Konfliktparteien unter internationalem Druck schliesslich auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit.

Machar übernahm erneut das Amt des Vizepräsidenten, doch gab es bereits kurz nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt blutige Kämpfe. Nach den mehrtägigen Gefechten Anfang Juli floh Machar erneut aus der Stadt. Nach UNO-Angaben flohen inzwischen auch mehr als 830’000 Menschen aus dem Südsudan in die Nachbarländer Äthiopien, Sudan und Uganda.

(SDA)


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