Sie sucht für gebildete Flüchtlinge einen Job

Jelena Milošević hilft gut ausgebildeten Flüchtlingen bei der Jobsuche.
Jelena Milošević hilft gut ausgebildeten Flüchtlingen bei der Jobsuche. © zVg
In ihrem Heimatland sind sie Informatiker oder Ingenieure gewesen, in der Schweiz sind sie Flüchtlinge und ihre Ausbildung nützt ihnen wenig. Das Schweizer Hilfswerk HEKS hilft gut ausgebildeten Flüchtlingen, eine Stelle zu finden.

Wer eine gute Ausbildung hat, findet in der Schweiz auch leichter einen guten Job. Ausnahme: Die Ausbildung wurde in einem Land wie Syrien oder Afghanistan absolviert. In einem solche Fall kommt das HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirche der Schweiz, zum Einsatz. Im Rahmen des Projekts «MosaiQ» will das HEKS gut ausgebildeten Flüchtlingen helfen, im Schweizer Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. «Sie sind unterfordert, wenn sie keinen Job haben, und wollen sich unbedingt einbringen und finanziell unabhängig sein. Dabei werden sie allerdings gebremst», erklärt «MosaiQ»-Projektleiterin Jelena Milošević. Das Vorurteil, dass Flüchtlinge gar nicht arbeiten wollten, stimme nicht, betont Milošević. Deshalb kämpft sie mit ihrem Projekt dafür, dass gut ausgebildete Flüchtlinge die richtige Stelle finden.

Als Flüchtling kann man allerdings nicht einfach in der Schweiz beginnen zu arbeiten – egal, wie gut jemand ausgebildet ist. Die ersten drei Monate ist es verboten, einen Job anzunehmen, danach braucht es eine Arbeitsbewilligung. Bereits hier greift das HEKS den Flüchtlingen unter die Arme, indem es versucht, freie Stellen an gut ausgebildete Flüchtlinge zu vermitteln.

Zum Fachwissen, dass die Flüchtlinge mitbringen, tragen sie jedoch auch einen grossen Rucksack mit schlimmen Erlebnissen mit sich. «Die psychischen Belastungen auf der Flucht, Traumata, die Einsamkeit von alleinstehenden Personen und die soziale Ausgrenzung stellen eine grosse Herausforderung dar», sagt Milošević.

Im Film erzählt ein Kameramann aus Palästina, wie er dank HEKS in der Schweiz ein neues Leben beginnen konnte:

Hier gibt es weitere Infos rund ums HEKS-Projekt «MosaiQ».

(red.)


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