Sieben Tote bei Selbstmordanschlag im Jemen

Neben Angriffen aus der Luft wird Jemen auch durch Selbstmordattentäter am Boden heimgesucht. (Archiv)
Neben Angriffen aus der Luft wird Jemen auch durch Selbstmordattentäter am Boden heimgesucht. (Archiv) © KEYSTONE/EPA/YAHYA ARHAB
Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Aden im Süden des Jemen sind am Freitagabend sieben Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, hiess es in Sicherheitskreisen sowie seitens der Rettungskräfte.

Der Autobombenanschlag richtete sich demnach gegen einen Kontrollposten der Polizei und ereignete sich nicht weit entfernt vom Palast von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi.

Erst am Donnerstag hatte sich ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto weniger als einen Kilometer vom Präsidentenpalast entfernt in die Luft gesprengt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Es wird vermutet, dass es sich um einen niederländischen Attentäter gehandelt haben könnte. Bei dem Anschlag waren laut Ärzten acht Menschen getötet und 17 verletzt worden.

Aden ist die provisorische Hauptstadt der sunnitischen Regierung. In der Hafenstadt konnten islamistische Milizen wie der IS verstärkt Fuss fassen. Seit September 2014 kämpfen im Jemen Truppen des Präsidenten gegen schiitische Huthi-Rebellen und deren Verbündete. Die regierungsnahen Kämpfer werden durch eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz unterstützt. In dem Konflikt wurden seit März 2015 rund 6000 Menschen getötet.

(SDA)


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