Sigg schafft nach Verkauf neue Stellen in Frauenfeld

Frisch lackierte Aluminium-Trinkflaschen hängen bei Sigg in Frauenfeld am Fliessband. Das Unternehmen schafft nach dem Besitzerwechsel an dem Standort neue Stellen. (Archivbild)
Frisch lackierte Aluminium-Trinkflaschen hängen bei Sigg in Frauenfeld am Fliessband. Das Unternehmen schafft nach dem Besitzerwechsel an dem Standort neue Stellen. (Archivbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der traditionsreiche Schweizer Trinkflaschenhersteller Sigg bleibt dem Schweizer Standort treu – auch mit dem neuen chinesischen Besitzer. Das Unternehmen stellt in Frauenfeld mehr Leute ein.

Sämtliche Aluminium- und Kunststoffflaschen sollen weiterhin zu 100 Prozent in der Schweiz produziert werden, wie Sigg am Dienstag mitteilte. Der neue Eigentümer, die chinesische Firma Hears Vacuum Containers, spreche sich deutlich für die Produktion und zusätzliche Arbeitsplätze in der Schweiz aus.

Die gesamte Sigg-Belegschaft soll in den kommenden 24 Monaten um 30 Prozent vergrössert werden. Mehr als die Hälfte dieser zusätzlichen Mitarbeiter werde ihren Arbeitsplatz in Frauenfeld haben, heisst es in der Mitteilung. Derzeit arbeiten in Frauenfeld rund 70 Personen für Sigg.

Dass Sigg an die chinesische Firma Hears verkauft werden soll, wurde vergangenen Oktober bekannt. Damals hatte die “Neue Zürcher Zeitung” erstmals über die Kaufabsicht berichtet. Im Februar berichtete dann die SRF-Sendung “Schweiz aktuell”, die Mitarbeiter seien über den Verkauf informiert worden. Der Verkaufspreis betrage 16,1 Millionen Franken, hiess es damals.

Das Unternehmen bestätigte die Angaben nie offiziell. Unterdessen scheint der Verkauf aber vollzogen zu sein. Die Mitteilung vom Dienstag ist die erste, in der Hears offiziell als neuer Eigentümer aufgeführt wird.

Hears produziert selbst auch Trinkflaschen. Sigg unterhielt zuerst eine Lieferanten-Kunden-Beziehung zur chinesischen Firma. Daraus habe sich eine verlässliche Partnerschaft entwickelt, die schliesslich auf die Übernahme hinauslief, heisst es in der Mitteilung. Die letzten rund 13 Jahre hatte Sigg dem amerikanischen Beteiligungsfonds Riverside gehört.

(SDA)


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