Sika gibt sich höhere Ziele

Sika-Präsident Paul Hälg bei der ausserordentlichen Generalversammlung im vergangenen Juli: Die Führung des Industriekonzerns hält an ihrem Kampf gegen die Übernahme durch Saint-Gobain fest. (Archivbild)
Sika-Präsident Paul Hälg bei der ausserordentlichen Generalversammlung im vergangenen Juli: Die Führung des Industriekonzerns hält an ihrem Kampf gegen die Übernahme durch Saint-Gobain fest. (Archivbild) © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Der Sika-Konzern ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Der Umsatz von 5,49 Milliarden Franken für 2015 bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 6,2 Prozent in Lokalwährungen. Das ist mehr, als der Bauchemie- und Klebstoffhersteller zuletzt erwartet hatte.

Allein im vierten Quartal sei der Umsatz im Jahresvergleich um 8,3 Prozent gewachsen, teilte Sika am Dienstagmorgen mit. Das in Zug ansässige Unternehmen, das im vergangenen Jahr neun Fabriken und drei Ländergesellschaften eröffnete, verzeichnet in sämtlichen Weltregionen Zuwächse. Noch im Oktober hatte Sika mit einem Umsatzwachstum von lediglich 5 Prozent gerechnet.

Getrübt wird das Umsatzresultat durch die Währungssituation. Nach Umrechnung in den starken Franken ist der Umsatz um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft.

Zum Gewinn für 2015 machte Sika noch keine Angaben. Das Ergebnis dürfte aber überproportional steigen, hiess es im Communiqué. Nach dem dritten Quartal lag der Nettogewinn um 9 Prozent über dem Vorjahreswert – trotz Frankenstärke. Damit hatte Sika eine weitere Rekordmarke erreicht.

Weil die Vorgaben der Strategie 2018 bereits erreicht seien, habe der Verwaltungsrat die Ziele angehoben, teilte Sika weiter mit. Statt wie bisher eine EBIT-Marge von über 10 Prozent würden neu 12 bis 14 Prozent angestrebt.

Nichts Neues lässt Sika im Übernahmestreit mit Saint-Gobain verlauten. “Verwaltungsrat, Konzernleitung, die 160 Senior Manager sowie Arbeitnehmervertreter” seien nach wie vor gegen den “feindlichen Übernahmeversuch”, weil das Zusammengehen ihrer Meinung nach Sikas Erfolgsgeschichte in Frage stellen würde.

Die Sika-Erben-Familie, die mit nur rund 16 Prozent Kapital den ganzen Konzern kontrolliert, will ihre Aktien der französischen Industriegruppe verkaufen. Ein Angebot an die restlichen Aktionäre ist nicht geplant. Die Sika-Führung blockiert deswegen den Verkauf über diverse juristische Züge.

(SDA)


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