Simon Ammann geht bei ersten Schneesprüngen vorsichtig ans Werk

Simon Ammann schreitet zu den Winterschanzen (Archivaufnahme)
Simon Ammann schreitet zu den Winterschanzen (Archivaufnahme) © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Simon Ammann absolviert in Klingenthal (De) die ersten Schneesprünge seit acht Monaten. Der Toggenburger geht vorsichtig ans Werk. Der Sieg im Teamspringen geht an Deutschland. Der vierfache Olympiasieger hat auf diese Saison hin seine Telemark-Landung umgestellt.

Mit dem rechten statt dem linken Bein will der 34-Jährige künftig die Kräfte der Landung auffangen. Bei der Schneepremiere in Klingenthal galt es den mentalen Schritt von der glatten Mattenunterlage des Sommers auf den weniger berechenbaren Schnee des Winters zu vollziehen.

“Eigentlich macht hier in Klingenthal die Unterlage gar nicht den grossen Unterschied aus”, meinte Ammann. Vielmehr dominiere der hektische Auftakt. Die Schanze war am Freitag wegen des Regens gesperrt gewesen, die Saison begann am Samstag nach zwei Probesprüngen gleich mit dem Team-Wettkampf. “Die Sicherheit auf Schnee muss nun wachsen. Man muss mir Zeit geben, damit ich dies aufbauen kann.” Er werde wohl auch in Zukunft an jedem Weltcuport zunächst mit einem ersten vorsichtigen Sprung starten.

Seinen Fokus legt Ammann aktuell nicht einzig auf die Landung. “Wir fliegen auf den Weltcupschanzen weiter als in Einsiedeln, sind länger in der Luft. Ich muss daher im Flug länger ruhig bleiben und erst dann die Landung sauber ansteuern.Trotz des Rummels, der jetzt losgeht, muss ich dieses Element verbessern”, fügte der Toggenburger zu Beginn seiner 19. Weltcupsaison hinzu.

Für Gregor Deschwanden stand die Umstellung auf Schnee nicht im Mittelpunkt: “Ich wartete eher gespannt auf die Bedingung, die wir nach dem Regentag vorfinden werden.” Die Schanze sei in einwandfreiem Zustand. “Mein Fokus gilt einem flüssigen, langen Absprung”.

Deutschlands Skispringer sind mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Beim Weltcup-Auftakt in Klingenthal (De) entschied das DSV-Quartett am Samstag den Teamwettbewerb mit 1021,9 Punkten für sich. Zweite wurden die zur Halbzeit noch führenden Slowenen mit 20,4 Punkten Rückstand. Platz 3 ging an Österreich (934,2). Die Schweiz klassierte sich mit 816,9 Punkten im 7. Rang. Simon Ammann gelangen Sprünge von 130,5 und 132,0 m. Beide Male landete der Toggenburger ohne Telemark.

(SI)


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