So fühlt man sich nach elf Tagen Olma

Von Celia Rogg
Das setzt zu: Vielfach landete Celia Rogg in der Radio City.
Das setzt zu: Vielfach landete Celia Rogg in der Radio City. © FM1Today/Celia Rogg
Sie hat es getan! Säulirennen-Kamerafrau Celia Rogg war jeden Tag an der Olma. Ihr Fazit nach elf Tagen: Übermüdet, traurig und glücklich zugleich. 

Endlich überstanden! Ich sitze vor meinem Computer und würde mir am liebsten selbst auf die Schultern klopfen. Ich bin Celia, Online-Produzentin bei FM1Today und habe normalerweise weniger dunkle Augenringe als heute. Das liegt nicht etwa daran, dass ich krank oder erkältet bin. Nein. Ich bin müde – unendlich müde. Und schuld ist ganz alleine die Olma.

Olma ist lässig

Ganze elf Tage bewegte ich mich auf dem Olma-Areal und durfte (mehr oder weniger) machen, was ich wollte. Yeah! Ich filmte täglich die Sauen, wie sie ihre Runden rannten und vertrieb meine Zeit, indem ich durch die Hallen schlenderte und Magenbrot am Jahrmarkt in mich hineinstopfte. Das war saumässig lässig. Mindestens eine Zeit lang. Als ich alle Hallen in- und auswendig kannte und mir das Magenbrot zum Hals raushing, war es nicht mehr ganz so lustig. Es ist blöd, wenn man diesen Punkt erreicht!

Ich habe alles erlebt – fast!

Ich muss zugeben, der Punkt kam relativ spät. Es gab geniale Leute, fantastische Stände und das Messepersonal musste Tag für Tag zusehen, wie ihre feinen Gratisproben in meinem Mund verschwanden. Nach und nach schwand aber meine Motivation. Obwohl es noch einiges zu entdecken gegeben hätte – ich war zum Beispiel nie im Kletterpark. Alles, was ich noch auflas, war ein fieser Schnupfen. Bäh!

Gegen Ende der Woche drängelte ich mich nur noch durch den Jahrmarkt und wieder zurück. Und schlussendlich landete ich dann doch in der FM1 Radio City.

«Du siehst scheisse aus»

Trotz Olma-Fieber und zu wenig Schlaf klingelte mein Wecker regelmässig um 6.30 Uhr am Morgen. Zeit, arbeiten zu gehen! Und bevor ich mich am frühen Nachmittag an die Olma aufmachte, durfte ich mir täglich nette Kommentare von Kollegen anhören, wie zum Beispiel: «Du siehst aus, als hättest du das Säulirennen verloren» oder «Mol, du siehst heute gar nicht mal so gut aus». Das Schlimmste daran: Es stimmte. Die Olma-Tage haben mir zugesetzt. Plötzlich verwandelte sich der Zugsitz in ein Himmelbett und Kaffee wurde zu meinem Wasser. Ernsthaft: Ich habe im Zug noch nie so tief geschlafen, trotz literweise Kaffee!

Fertig lustig!

Jetzt habe ich es geschafft. Ich sitze da, schreibe diesen Text und habe noch immer nicht ganz kapiert, dass die Olma wirklich vorbei ist. Fast zwei Wochen habe ich quasi dort gelebt, viele aufgestellte Leute kennengelernt und eine gute Zeit gehabt. Ich muss es wohl akzeptieren, damit abschliessen. Tschüss, liebe Olma, bis nächstes Jahr!


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