So ist die neue Chickeria in St.Gallen

Von Laurien Gschwend
Das Poulet-Knusperli-Menu in der Chickeria.
Das Poulet-Knusperli-Menu in der Chickeria. © FM1Today
Die Migros eröffnet am Freitag die zehnte Chickeria-Filiale. Mitten in der St.Galler Innenstadt, am Marktplatz, kann man bis in die Nacht Poulet in allen Variationen essen. Wir haben das Fast-Food-Restaurant getestet. 

«Sich gut und ausgewogen zu ernähren, ist keine Frage der Zeit, es ist eine Frage des Angebots.» So lautet die Philosophie hinter dem Schnellrestaurant Chickeria. Das Poulet, das in verschiedenen Ausführungen angeboten wird, stammt aus eigener Migros-Produktion. «Das Ei wird hier gelegt und ausgebrütet, und das Hühnchen schlussendlich in der Schweiz geschlachtet und gegrillt», so Roland Wehrli, Verkaufschef der Migros Ostschweiz, am Mittwoch vor den Medien.

Schnelle und hochwertige Menus

Im Jahr 2012 stieg die Migros mit einer Kreuzlinger Chickeria ins Fast-Food-Business ein. Natürlich sei der Hühnchen-Laden ein Schnellimbiss und trotzdem unterscheide man sich von bekannten Ketten wie McDonald’s. Man wolle ein Wohlfühl-Klima erzeugen und den Gästen schnelles und gleichzeitig hochwertiges Fleisch anbieten, so Wehrli.

Frisch aber fettig

In der Chickeria gibt’s alles, was mit Poulet zu tun hat: Poulet-Ciabatta, halbes Grillpoulet, Caesar Salad, Poulet-Curry-Sandwich oder Poulet-Kebab, um einige Speisen zu nennen. Auch klassische Chicken Nuggets und Pommes Frites sind erhältlich. Vegetarier können Falafel oder Salate bestellen. Jedes Menu kostet rund 12 Franken.

Zum Menu bekommen die Gäste einen Becher, den sie beliebig mit Wasser oder Süssgetränken auffüllen können. Zum Dessert locken frische Früchte, Frozen Yogurt, Kuchen und Kaffee. «Alles wird direkt in der Filiale zubereitet», verspricht Roland Wehrli.

Ein Teil der Chickeria-Speisekarte. © chickeria.ch

Ein Teil der Chickeria-Speisekarte. © chickeria.ch

Unser Urteil: Die Zutaten sind frisch, die Fleischqualität stimmt – fettig sind viele Menus trotzdem, das macht auch gute Schweizer Qualität nicht wett.

Weniger lange offen als McDonald’s

In einer ersten Phase hat die neue Chickeria-Filiale in St.Gallen an den Wochenenden bis 2.30 Uhr nachts geöffnet. «Länger als überall in der Schweiz», wie der Verkaufsleiter berichtet. Gar in Oerlikon schliesse die Chickeria bereits um 1 Uhr ihre Türen.

«Wir sind allenfalls auch bereit, den Betrieb im St.Galler Restaurant um einige Stunden zu verlängern.» Zum Vergleich: Konkurrenz McDonald’s liegt wenige Schritte entfernt, ist bis 5 Uhr morgens offen und für Partygänger ein beliebter Imbiss.

Umbau dauerte halbes Jahr

Im Januar dieses Jahres mietete die Migros das ehemalige Bata-Gebäude am St.Galler Marktplatz von Swisslife. Im Mai erlaubte die Stadt St.Gallen eine Umgestaltung des denkmalgeschützten Hauses. Der Umbau der 140 Quadratmeter kostete zwei Millionen und dauerte ein halbes Jahr.

«Wir haben Naturmaterialien wie Massivholz und Stein verwendet und die neueste Technik eingebaut», sagt Bauprojektleiter Dominik Oehler. Im Erdgeschoss befindet sich eine Gastro-Küche samt Take-Away, im ersten Stock stehen Tische für die Gäste. 69 Sitzplätze sind im Innenbereich vorhanden. Während sieben Monaten kann ausserdem der Aussenbereich bestuhlt werden. Bis zu 1200 Kunden werden täglich erwartet.

5000 Franken von Migros geschenkt

«Es ist mutig, ein Poulet-Restaurant mitten in der Bratwurst-Hochburg zu eröffnen», so Heini Seger, Präsident des Stadtparlaments St.Gallen am Mittwoch. Da müsse die Qualität hundertprozentig stimmen, was bei der Chickeria der Fall sei. Das neue Restaurant belebe die Innenstadt, «eine positive Entwicklung».

Der Politiker überreichte der Kleinen Kunstschule St.Gallen einen Scheck von 5000 Franken – ein Geschenk der Migros an die Standortgemeinde der neuen Fast-Food-Filiale. Die Institution wolle man unterstützen, weil sie Kinder und Jugendliche im kreativen Bereich fördere.

Roland Wehrli (Migros Ostschweiz), Silja D'Agostino (Kleine Kunstschule St.Gallen) und Heini Seger (Stadtparlament St.Gallen). © FM1Today

Roland Wehrli (Migros Ostschweiz), Silja D’Agostino (Kleine Kunstschule St.Gallen) und Heini Seger (Stadtparlament St.Gallen). © FM1Today

150 Stellen geschaffen

25 Personen arbeiten in der St.Galler Chickeria. «Einige kommen von der Konkurrenz, andere sind Studenten und Teilzeit bei uns angestellt», weiss Roland Wehrli. Punktuell habe man das Personal in bestehenden Restaurants ausgebildet. 150 neue Stellen haben die Chickeria-Filialen im Jahr 2016 ermöglicht.

30 Filialen bis 2020

In der kommenden Woche öffnet in Amriswil die elfte Chickeria. «Bis im Jahr 2020 wollen wir ein Netz von 30 Filialen aufbauen», verrät Wehrli. Beispielsweise komme ein neuer Poulet-Imbiss in den umgebauten St.Galler Hauptbahnhof. Aber auch nach Zürich und in den Kanton Aargau wolle man expandieren.

An diesen Standorten im FM1-Land kannst du (bald) Chickeria-Poulet schlemmen:


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