So könnte der Bahnhof Nord einst aussehen

Diese Kombination aus den einzelnen Projekten soll weiterverfolgt werden.
Diese Kombination aus den einzelnen Projekten soll weiterverfolgt werden. © pd
Vier Konzepte für den Bahnhof Nord in St.Gallen liegen vor. Auf Grundlage dieser Projekte soll das Gebiet nun entwickelt werden. Weiterhin in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.

Vier Teams haben von Ende Juni bis Ende Oktober Gestaltungs- und Lösungsvorschläge zur Entwicklung und Aufwertung des Gebiets Bahnhof Nord ausgearbeitet. «Beim Bahnhof Nord geht es über das Füllen von Baulücken hinaus», schreibt die Stadt.

Die Stadt hat sich für dieses städtebaulich wichtige Gebiet für ein partizipatives Verfahren entschieden. «Die erarbeiteten Konzepte sind als mögliche Lösungsstrategien zu verstehen und nicht als zu realisierende Projekte», heisst es. In einem nächsten Schritt werden die vier Konzepte am 30. November in der Lokremise mit der Öffentlichkeit reflektiert und diskutiert.

«Stadtforum des 21. Jahrhunderts»

Das erste Konzept nimmt die ehemalige Struktur des Bahnhof Nords auf: Die Randbereiche des Gebiets werden mit unterschiedlich hohen Gebäuden verdichtet. Der Parkplatz wird zur Freifläche als «Stadtforum des 21. Jahrhunderts» deklariert. Ein Beurteilungsgremium der Stadt ist von diesem Vorschlag nicht wirklich begeistert: «Wir erachten den Transformationsprozess in weiten Teilen als utopisch.»

Das Konzept der Thomas K. Keller Architekten GmbH

Das Konzept der Thomas K. Keller Architekten GmbH

«Chiosco» und Co-Working-Space

Ein weiterer Vorschlag sieht ein neues «Herzstück» für das Gebiet vor: Ein Gebäude mit einer multifunktionalen Nutzung als Co-Working-Space, als Aufenthaltsbereich und als Unterstand für die Passagiere der Fernbusse. In einem ersten Schritt soll jedoch ein «Chiosco» zur Belebung des Platzes vor der Fachhochschule entstehen. Entlang der Lagerstrassen gibt es Stadtvillen, die nur in den oberen Etagen bewohnt werden. Unten gibt es Nutzungsfläche für die Bevölkerung. Hier kritisiert das Beurteilungsgremium die Stadtvillen und die schwierige Rentabilität.

Das Konzept der Barão Hutter GmbH

Das Konzept der Barão Hutter GmbH

Winkelbau für Villa Wiesental

Einen pragmatischen Grundgedanken hat die dritte Projektgruppe gewählt. Ein Hochhaus neben der Lokremise mit einem Freiraum vom Vorbereich der Fachhochschule bis zur Lokremise. Die Villa Wiesental wird mit einem Winkelbau ergänzt. Das Gremium beurteilt das Hochhaus und den Ergänzungsbau als «fragwürdig».

Das Konzept der Boltshauser Architekten AG

Das Konzept der Boltshauser Architekten AG

Mehrere Freiräume

Das letzte Projekt will einen Stadtteil mit einem urbanen Charakter. Schwerpunkt sollen verschiedene Freiräume sein: Ein Baumhain bei der Ankunft der Bahnhofsunterführung, ein Fachhochschulplatz oder ein Park bei der Villa Wiesental. Der Platz vor der Fachhochschule würde durch ein Hochhaus abgeschlossen. Die Rosenbergstrasse wird mit dichter Bepflanzung aufgewertet. Das Gremium sieht in diesem Konzept eine gute Gesamtstrategie.

Das Konzept der Meili Peter Architekten AG

Das Konzept der Meili Peter Architekten AG

Kombination wird weiterverfolgt

Aus den vier Projekten werden nun einzelne Teile zur Weiterverfolgung empfohlen. Grundlage bildet das Projekt mit den verschiedenen Plätzen, ergänzt mit einem «Chiosco» und dem Co-Working-Space. Beim «Leopard» könnte ein Ergänzungsbau entstehen. «Prüfenswert scheint auch eine Strassenkorrektur der St.Leonard-Strasse zugunsten eines vergrösserten Gartens der Villa Wiesental», heisst es.

Das Klubhaus bleibt übrigens in einem ersten Schritt bei allen Konzepten erhalten.

Aus dem Gespräch mit der Bevölkerung vom 30. November soll eine Empfehlung zuhanden des Stadtrats erarbeitet werden. Bis im Frühjahr 2017 wird dieser über das weitere Vorgehen entscheiden.

(red.)


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