So verrückt sind die Isländer

Von Lara Abderhalden
Die Isländer leben für den Fussball.
Die Isländer leben für den Fussball. © AP Photo/Claude Paris
Langsam aber sicher haben sie unsere Herzen erobert: die Isländer. Sie gingen als Aussenseiter ins EM-Turnier, jetzt stehen sie im Viertelfinal. Aber: Fussballspielen ist längst nicht alles, was die Insulaner gut drauf haben. Diese 13 Fakten zeigen, wie verrückt das Volk ist.

1. Die Toiletten-Choreo: Der isländische Fussballverein UMF Stjarnan zeigt bei jedem erzielten Tor eine spezielle Choreografie. Von der Geburt, über den Toilettengang bis zum Fisch an der Angel, was die Jungs da zeigen ist einfach gross.

Auch die gestrige Choreo nach dem 2:1 Sieg gegen England lässt sich zeigen:

2. Eine Mehrheit der Isländer glaubt an Elfen. Kein Witz. Da haben an der Europameisterschaft die Elfen wohl eine gute Arbeit geleistet.

3. Trotz Elfen gibt es in Island keine Wälder.

4. Die isländische Sprache ist unverändert vom Altnordischen. Über 1000 Jahre alte Texte können noch immer einfach gelesen werden. Und die Sprache klingt doch auch einfach irgendwie lustig:

5. Das Bier war bis vor 27 Jahren in Island verboten. Heute findet jedes Jahr ein grosses Bierfestival statt.

6. In Island werden Babies regelmässig draussen für einen “Pfuus” gelassen. Dies auch bei kalten Temperaturen. Wikinger halt.

7. Es gibt in Island keine Nachnamen oder Familiennamen. Isländer gebrauchen ein traditionelles nordisches Namenssystem. Der Nachname wird zusammengestellt aus dem Namen der Mutter oder dem des Vaters. Am Schluss wird einfach der Zusatz -dóttir (für Tochter) oder -son (für Sohn) angehängt. Dass sieht man auch bei der Aufstellung der isländischen Nationalmannschaft.

Aufstellung Island

8. In Island wird so viel Coca-Cola getrunken wie in keinem anderen Land.

9. Vor fünf Jahren wurden Strip-Clubs in Island verboten.

10. In Island gibt es keine Mosquitos.

11. In Island gibt es die höchste Anzahl Bücher und Magazine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Ausserdem publiziert jeder zehnte Isländer einmal in seinem Leben ein Buch.

12. Das rohe Fleisch eines Papageientauchers gilt bei den Insulanern als Delikatesse.

KEYSTONE/EPA/RSPB

KEYSTONE/EPA/RSPB

13. In Island gibt es weder ein Militär noch eine Armee. Ausserdem tragen die Polizisten dort keine Waffe. Die Kriminalität ist sehr tief und es passiert fast keine Gewalt.

Ach diese Isländer sind schon ein friedliches Volk und total euphorisch, wenn es um Fussball geht. Kein Wunder! Auf der ganzen Insel leben knapp 330’000 Einwohner, dass sind etwa so viele wie im Kanton Thurgau. Und alle, aber wirklich alle schauen im Moment nach Frankreich.


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